Enterprise & Security

Sanders und Bannon stehen heute auf derselben Bühne

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Jacob Coxon, der bei OpenAI und Anthropic ausgestiegen ist, spricht dort. Auf dem Programm stehen außerdem Marsha Blackburn und die Chefin der größten Lehrergewerkschaft der USA.

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Wenn Bernie Sanders und Steve Bannon dasselbe Papier unterschreiben, ist das keine Koalition, sondern ein Symptom. Heute findet in Washington die «Pro-Human Assembly» statt, organisiert vom Future of Life Institute, im Mittelpunkt eine «Pro-Human AI Declaration».

Was in der Erklärung steht

Drei Punkte tragen den Text: menschliche Handlungsfähigkeit schützen, Machtkonzentration verhindern, Firmen haftbar machen. Das ist bewusst breit gehalten — breit genug, dass ein Sozialist aus Vermont und ein Trump-Berater beide unterschreiben können, ohne sich auf ein Gesetz zu einigen.

Bannons Beitrag ist der Ton, den man von ihm erwartet: «The Oligarchs are finally being forced to admit they’ve lied from the beginning about the dangers of acceleration with zero guardrails.»

Wer sonst dort spricht

Jacob Coxon, der bei OpenAI und Anthropic gearbeitet hat und aus Sicherheitsgründen ausgestiegen ist, steht auf der Rednerliste. Dazu Randi Weingarten von der Lehrergewerkschaft AFT: «Elected officials need to say we are going to make safety as important as innovation.»

Auf der republikanischen Seite ist Senatorin Marsha Blackburn dabei. Und Megan Garcia, die sich für Kindersicherheit bei KI-Produkten einsetzt, sagt, sie hoffe, dass die Wähler das Thema als zentrales Thema der Midterms begreifen und dabei nicht an der Kindersicherheit sparen.

Sanders hat Anfang des Monats zusammen mit Greg Casar einen Gesetzentwurf eingebracht, der Superintelligenz verbieten soll. Der Termin heute ist die Straßenversion davon.

Die Themenliste ist breiter als die Debatte der Labore

Auffällig ist, worüber dort geredet wird: Jobs, Umwelt, Kindersicherheit. Nicht Alignment, nicht Evaluierung, nicht Safety Cases. Die Branche diskutiert seit einer Woche über Trainingsläufe und unabhängige Prüfer. Die Versammlung heute diskutiert über etwas anderes, und zwar über Macht.

Für die Labore ist die Bühne das Problem, nicht das Papier

Erklärungen sind billig, und das Future of Life Institute hat schon mehrere veröffentlicht. Der Unterschied ist diesmal, wer daneben steht. Ein Bündnis, das von der AFT bis zu Bannon reicht, lässt sich nicht als Lager abtun, und es lässt sich schlecht ignorieren, wenn Wahlen anstehen.

Die Labore haben letzte Woche selbst erklärt, dass es zu schnell geht. Damit haben sie dieser Versammlung ihr stärkstes Zitat geliefert — Bannon sagt es ja offen. Wer zugibt, dass das Tempo ein Problem ist, kann schwer argumentieren, dass niemand außer ihm darüber entscheiden sollte.

Quellen:

KI und GesellschaftRegulierungPolitikUSA