Claude Code

Claude Desktop 2.110: SSH-Sitzungen schlafen nicht mehr ein

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Der Modellkatalog kommt ab sofort signiert von downloads.claude.ai, alle fünf bis fünfzehn Minuten frisch. Und Admins bekommen einen Schalter, der geplante Aufgaben komplett abstellt.

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Gestern kam Claude Code 2.1.271, heute ist die Desktop-App dran. Version 2.110.0 hat ein langes Changelog, und der größte Teil davon sind Reparaturen. Ein paar davon betreffen genau die Stellen, an denen man sich beim Arbeiten täglich stößt.

SSH-Sitzungen bleiben am Leben

Bisher wurden SSH- und WSL-Sitzungen gestoppt, wenn man sie im Hintergrund liegen ließ. Das ist vorbei, sie laufen weiter. Dazu behoben: Eine solche Sitzung hing nach jeder Antwort bis zu zehn Minuten, solange die App geschlossen war oder der Rechner schlief.

Zweite Änderung am selben Ort. Auf macOS und Linux läuft SSH jetzt standardmäßig über das OpenSSH-Programm des Rechners statt über die eingebaute Bibliothek der App. Damit gilt die eigene Konfiguration: ssh_config, Kerberos-Anmeldung, alles, was man dort eingerichtet hat. Wer zurück zur alten Variante will, setzt sshTransport auf builtin.

Cowork: Artefakte, Ordner, Windows

Cowork-Aufgaben konnten bestehende Artefakte weder lesen noch aktualisieren. Behoben. Ebenso zwei Ordnerfehler: Wer zwei verbundene Ordner mit demselben Namen hatte, bekam beim Löschen ein „Could not find mount for path”, und ein frisch verbundener Ordner namens .claude zeigte Claude die falschen Dateien.

Der Windows-Fehler, bei dem Cowork überhaupt nicht an die Dateien kam, ist seit gestern erledigt. Allerdings nicht von Anthropic: Microsoft hat ihn mit einem Windows-Update behoben, auf 11 24H2 und 25H2 heißt es KB5129195. Ein Update von Claude Desktop braucht es dafür nicht.

Der Modellkatalog kommt jetzt von Anthropic

Namen, Beschreibungen und Effort-Stufen im Modell-Picker richten sich ab sofort nach dem veröffentlichten Claude-Code-Katalog. Die App holt ihn alle fünf bis fünfzehn Minuten signiert von downloads.claude.ai und behält die zuletzt geladene Fassung, wenn der Host nicht erreichbar ist. Wer das nicht möchte, setzt modelCatalogEnabled auf false oder zeigt mit modelCatalogUrl auf einen Spiegel im eigenen Netz. Die Signatur wird trotzdem gegen den Schlüssel in der App geprüft.

Der Code-Tab benutzt jetzt denselben Modell-Picker wie der Rest der App, Effort sitzt als eigene Steuerung daneben. Und auf der Routines-Seite ist die Kalenderansicht verschwunden, Routinen stehen nur noch als Karten da.

Für Admins wird die Liste länger

scheduledTasksEnabled: false schaltet geplante Aufgaben in Cowork und Code ab. Die Seite verschwindet, bestehende Aufgaben laufen nicht mehr, Claude kann keine neuen anlegen. Dazu kommen defaultModelEffort, ein maxEffort pro Modelleintrag und alwaysStartWithDefaultModel.

Ein Fehler aus der Kategorie „gut, dass der weg ist”: Geplante Aufgaben liefen stillschweigend nicht mehr, sobald die Anmeldung beim Anbieter abgelaufen war, etwa beim AWS IAM Identity Center. Jetzt warten sie auf die nächste Anmeldung, und die Meldung „Scheduled task failed” erscheint auch dann, wenn eine Aufgabe gar nicht erst starten konnte.

Das Changelog liest sich wie ein Beschwerdebuch

Auffällig ist das Verhältnis: wenig Neues, viel Reparatur. Chromium-Flags gegen GPU-Abstürze beim Start. Ein Fehlerbildschirm, der sagt, was passiert ist, und einen Neustart-Knopf hat. Text im Prompt-Feld, der nicht mehr mitsamt Undo-Historie verschwindet. Große unversendete Prompts, die die App beim Start einfroren und jetzt als „Saved draft” zurückkommen.

Nichts davon steht in einer Ankündigung. Aber es ist die Sorte Liste, die nur entsteht, wenn genug Leute lange genug mit etwas arbeiten.

Quellen

Claude DesktopCoworkClaude CodeRelease