Claude Code

Claude Code 2.1.274: Die Code-Review holt keine Subagenten mehr

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Sessions, die sich an einem 400er-Fehler festgebissen hatten, heilen den beschädigten Verlauf jetzt selbst. Und das Bash-Tool liest das Shell-Profil nur noch neu, wenn ein Plugin wirklich etwas daran geändert hat.

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2.1.273 hat gestern den Kontextzähler aufgeräumt, heute liegt 2.1.274 im Changelog. Die Liste ist lang, aber sie hat einen Schwerpunkt: MCP, Berechtigungen und die Frage, wie viele Modellaufrufe Claude Code für Nebenarbeiten verbraucht.

Was sich an der Code-Review ändert

/code-review startet für Modelle ohne eigene abgestimmte Einstellungen nicht mehr eine Reihe von Review-Subagenten, sondern arbeitet mit schlankeren Prompts direkt in der Session. Wer schon mal zugesehen hat, wie ein Review-Lauf sechs Agenten parallel losschickt, kennt den Preis dafür.

Dieselbe Richtung an anderer Stelle: Headless- und SDK-Sessions haben bisher für jede fertige Hintergrundaufgabe einen eigenen Modellaufruf gemacht. Jetzt beantwortet ein Aufruf alle bereits eingereihten Meldungen. Und das Monitor-Tool schickt die Abschlussausgabe eines Skripts samt Exit-Status in einer Benachrichtigung statt in zwei, was ebenfalls einen Modellzug spart.

MCP: der neue Standard wird zur Voreinstellung

Installationen auf Bedrock, Vertex, Foundry und solche mit abgeschalteter Telemetrie nutzen jetzt den v2-MCP-Client und die Protokollverhandlung 2026-07-28 gegenüber direkten HTTP-Servern — so wie alle anderen Installationen längst. Zurück geht es über MCP_SDK_GENERATION=v1 oder MCP_PROTOCOL_NEGOTIATION=legacy.

Dazu ein Stapel Fehlerbehebungen, die nach echten Support-Tickets klingen. HTTP-Server, die nur das alte HTTP+SSE sprechen und die erste Anfrage mit 422 beantworten, verbinden sich wieder. Streamable-HTTP-Aufrufe liefen nach etwa fünf Minuten in einen Timeout, auch wenn ein längerer Wert gesetzt war. Ein mit 403 abgelehnter Aufruf wurde als abgelaufene Anmeldung gemeldet, obwohl schlicht Rechte fehlten. Und Geheimnisse aus ${VAR}-Platzhaltern standen in Fehlermeldungen und in der Beschreibung des Login-Tools.

Neu ist CLAUDE_CODE_MCP_STARTUP_WAIT_MS: Damit begrenzt man, wie lange der erste nicht-interaktive Zug auf Server wartet, die noch verbinden. 0 heißt gar nicht warten.

Berechtigungen, Speicher, Verlauf

Zwei Bash-Prüfungen wurden strenger. Befehle, die über bestimmte Shell-Sondervariablen laufen oder ihnen zuweisen, fragen jetzt nach Erlaubnis. Und Sessions in isolierten Worktrees lehnen bestimmte verschachtelte Shell-Expansionen ganz ab.

Bei kritischer Speicherauslastung zeigt Claude Code eine Warnung samt Anleitung, wie man Speicher freigibt oder sicher neu startet. Hintergrundbefehle werden nicht mehr nach 30 Minuten Leerlauf bei leichtem Speicherdruck abgeschossen, sondern erst, wenn es wirklich knapp wird — und das Debug-Log sagt warum.

Die unangenehmste Behebung betrifft Sessions, die in einer Endlosschleife hingen und einen unexpected tool_use_id-Fehler mit Status 400 immer wieder neu versuchten. Beschädigte Verläufe reparieren sich jetzt selbst, wo das möglich ist; sonst beendet eine klare Fehlermeldung die Schleife und weist auf /rewind hin.

Ein Aufräum-Release, und das ist kein Vorwurf

Neue Funktionen gibt es kaum, dafür rund achtzig Zeilen Reparatur, viele davon an Stellen, die man nur bemerkt, wenn sie kaputt sind: Berechtigungen, MCP-Verbindungen, Gateway-Verhalten beim Herunterfahren, VS-Code-Fenster nach einem Reload. Bei zwei Releases pro Tag ist so ein Tag die Ausnahme, nicht die Regel — und die Stellen, an denen Modellaufrufe eingespart werden, sind das, was man am Monatsende sieht.

Quellen:

Claude CodeReleaseMCPBerechtigungen