Zusammen mit Claude Code 2.1.280 ist gestern Claude Desktop 2.7032.0 erschienen. Die gebündelte Claude-Code-Version ist entsprechend 2.1.280. Seit Version 2.2553 vom 17. September gab es nur noch Patches; das hier ist wieder ein großer Sprung, und er trifft ein paar Dinge, die im Alltag nerven.
MCP-Server laufen jetzt auf der Gegenseite
Die wichtigste Änderung steckt im Abschnitt Code. SSH-Sitzungen auf der neuen Verbindungs-Engine — dem OpenSSH des Rechners, Standard auf macOS und Linux — starten die MCP-Server aus deinen Desktop-Einstellungen jetzt unter Claude Code auf der entfernten Maschine. Damit funktionieren ihre Werkzeuge weiter, auch wenn die App geschlossen ist.
Ist ein Server dort nicht installiert oder bringt der Host schon seinen eigenen mit, steht das in der MCP-Liste der Sitzung. Das ist ein echter Unterschied für alle, die auf einem Server entwickeln und bisher jedes Mal überlegen mussten, welche Werkzeuge gerade wo laufen.
Remote Control fragt nur noch, wenn wirklich jemand von außen steuert
Bisher hat Claude bei eingeschaltetem Remote Control vor jedem Terminalbefehl nachgefragt — auch dann, wenn du selbst an deinem Rechner saßt und tipptest. Jetzt fragt es nur noch, wenn die Arbeit von einem anderen Gerät gestartet oder gesteuert wurde. Auf derselben Karte lässt sich Remote Control für die Sitzung abschalten.
Dazu kommen zwei Ärgernisse in großen Repositories: Das Starten einer neuen Worktree-Sitzung und das Archivieren oder Löschen dauerten lange, auf macOS fror die App bei sehr großen node_modules-Ordnern bis zu einer halben Minute ein. Auch behoben: Eine Sitzung ließ sich nicht fortsetzen, weil ihr eigener Worktree den Branch ausgecheckt hatte.
Claude drängt sich nicht mehr als Standard-App auf
Ein Fix, über den sich viele freuen dürften: Claude wurde ungefragt zur Standard-App für Dateien wie .md und .docx, und Windows fragte anschließend bei Dateien nach, die längst eine Standard-App hatten. Auf macOS taucht Claude im «Öffnen mit»-Menü von Excel- und PowerPoint-Dateien nicht mehr auf. Über «Anderes …» geht es weiterhin.
Ebenfalls repariert: Nachrichten, die während eines laufenden Zugs gesendet wurden, gingen manchmal verloren oder landeten in falscher Reihenfolge im Transkript. Eine Nachricht ohne Netzverbindung tat eine Minute lang so, als würde sie gesendet; jetzt scheitert sie sofort und sagt, dass du offline bist. Und wenn das Seitenpanel nicht lud, ersetzte ein «Couldn’t finish loading» das ganze Fenster — der Chat bleibt jetzt offen.
In Cowork zählt vor allem eine Zeile
Der Cowork-Teil ist kurz. Der Einwilligungsdialog für Gesundheitsdaten und der Hinweis auf Microsoft-365-Arbeitskonten erscheinen jetzt auch, wenn ein Connector über einen Chat-Vorschlag hinzugefügt wird. Vorschläge für Connectors, die die eigene Organisation nicht freigegeben hat, bieten nicht mehr «Verbinden» an, sondern «Anfragen» — oder den Hinweis, sich an einen Organisations-Owner zu wenden.
Und eine Kleinigkeit, die mich selbst getroffen hätte: Nachrichten, die mit einem Dateipfad beginnen, etwa /tmp/notes.txt, wurden mit «Unknown skill» abgelehnt statt gesendet.
Der Release repariert, was Automatisierung im Weg stand
Wenn man die Punkte nebeneinanderlegt, ergibt sich ein Muster: MCP-Server, die über SSH weiterlaufen, Remote Control, das nicht mehr bei jedem Befehl stoppt, ein neues Limit für die Gültigkeit von MCP-Freigaben in geplanten Aufgaben. Das sind alles Hindernisse für Sitzungen, die ohne Zuschauer laufen.
Passt gut zum Modell, das am selben Tag erschienen ist. Ein Agent, der 18 Stunden durcharbeitet, bringt wenig, wenn die App auf dem Weg dorthin bei jedem Terminalbefehl fragt.