Zwei Tage nach dem Release, das die SSH-Sitzungen wachgehalten hat, kommt die nächste Fassung. Mitgeliefert ist Claude Code 2.1.274, und die Liste ist deutlich länger als beim letzten Mal.
Cloud-Sessions bekommen eine Dateiansicht
Die größte Neuerung steht unter «Code»: Cloud-Sessions zeigen jetzt ihre Dateien. Dateilinks im Transkript öffnen sich in der App, der Files-Bereich durchsucht die Dateien der Session, und im Panel für Hintergrundaufgaben steht die Ausgabe der Befehle. Wer bisher in einer Cloud-Session nur gelesen hat, was Claude behauptet, kann jetzt nachsehen.
Dazu ein Stapel Korrekturen, die dieselbe Handschrift tragen. Ausrufezeichen-Befehle und das «Run» an einem Codeblock verschwanden bisher, wenn das Terminal noch nicht bereit war; jetzt laufen sie innerhalb von Sekunden und nutzen den ausgewählten Terminal-Tab, sobald der frei ist. Eine Session, die nach einem Neustart der App oder nach dem Ruhezustand des Rechners keine Nachrichten mehr annahm, tut das wieder. Der OAuth-Token wird im Hintergrund erneuert, statt eine Session nach Stunden mit «OAuth token has expired» abzuwürgen — und wenn wirklich eine neue Anmeldung nötig ist, fragt die App vorher und behält deine Nachricht. Und neue Sessions starten nicht mehr minutenlang verzögert, nur weil nebenan ein Worktree aufgeräumt wird.
Cowork: vier Fehler, die wehgetan haben
Plugin-Skills, die ${CLAUDE_PLUGIN_ROOT} oder ${CLAUDE_SKILL_DIR} benutzen, bekamen diese Pfade manchmal leer geliefert. Die vorinstallierten Node-Pakete — pptxgenjs, docx, pdf-lib, sharp — fand require() nicht. Suche und Laden stürzten bei sehr langen Unterhaltungen ab. Und gestapelte Berechtigungsdialoge rutschten direkt nach einer Antwort unter den Mauszeiger, sodass der nächste Klick beim falschen Dialog landete. Alle vier sind weg.
Dazu: Workspace-Updates, die mit «Nicht genug Speicherplatz» scheiterten, obwohl der Platz da war, sobald das Update die alte Fassung ersetzt.
Für Admins wird die Leine kürzer
Der Abschnitt für Unternehmen ist diesmal der interessanteste. Mit allowedPluginMcpServers verbinden Cowork-, Chat- und Code-Sessions nur noch Plugin-MCP-Server, deren URL auf der Liste steht; eine leere Liste erlaubt keinen. Gleichzeitig startet die App gar keine Plugin-MCP-Server mehr auf dem Gerät, außer es sind Organisations-Plugins.
builtinBrowserEnabled schaltet den eingebauten Browser in Cowork- und Code-Sessions frei, und drei weitere Schlüssel legen fest, welche Seiten Claude darin öffnen darf. Neu sind außerdem inferenceCredentialHelperWindows, damit eine Konfiguration Windows- und macOS-Geräte bedienen kann, und ein Salesforce-Voreinstellung im Marketplace-Picker.
Sichtbar für alle: «Customize» ist jetzt eine eigene Seite mit neu gebauten Listen für Skills, Plugins und Connectoren — Suche, ein Hinzufügen-Menü, eine Seite pro Eintrag. Die alten Tabellen in den Einstellungen sind raus, das Gedächtnis ist dorthin umgezogen. Die Pinned-Liste in der Seitenleiste zeigt die ersten 20 Einträge und blendet den Rest hinter «Show more».
Die Fehlerliste erzählt, wo gearbeitet wurde
Release Notes liest man am besten wie ein Protokoll. Diese hier handeln fast durchgehend von Sessions, die weiterlaufen sollen: Tokens, die nicht ablaufen, Terminals, die Befehle nicht verschlucken, Sessions, die einen Neustart überstehen, Worktrees, die einander nicht blockieren. Das ist die Arbeit, die anfällt, wenn Leute anfangen, Claude stundenlang und mehrfach parallel laufen zu lassen.
Genau dahin zielt auch das neue Projects, das Anthropic heute vorgestellt hat. Wer mehrere Cloud-Sessions gleichzeitig führt, merkt jeden dieser Fehler doppelt.
Quellen: