Claude Code 2.1.280 ist gestern um 15:44 UTC in der npm-Registry gelandet, kurz vor Anthropics Blogpost zu Claude Opus 5.5. Es ist die größte Version seit Wochen, und sie besteht zu einem guten Teil aus Aufräumarbeit.
Nebenbei: 2.1.279 existiert nicht. Weder die Registry noch der Changelog kennen die Nummer, der Sprung geht direkt von 2.1.278 auf 2.1.280.
Opus 5.5 ist da, mit einer Million Token Kontext
Der erste Eintrag im Changelog nennt die Eckdaten: claude-opus-5-5, ab sofort das Standard-Opus-Modell, eine Million Token Kontext, 4 und 20 Dollar je Million Token, 20 Cent für Cache-Reads.
Wichtiger für viele dürfte der zweite Punkt sein: Auf Pro und Team Standard ist das Standardmodell von Sonnet auf Opus gewechselt. Damit starten alle bezahlten Pläne gleich — Max, Team Premium und Enterprise hatten das schon. Wer bisher bewusst mit Sonnet gestartet ist, muss das Modell jetzt selbst setzen.
Ein dritter Punkt hängt daran: Eine Effort-Stufe, die du gespeichert hast, bevor /effort je Modell galt, gilt für neu erschienene Modelle nicht mehr. Opus 5.5 startet also auf seinem Standardwert, bis du selbst eine Stufe wählst.
Ein Symlink konnte auto mode aushebeln
Der Fix, der mir am meisten sagt, steckt weiter unten. Bisher wurde ein Schreibvorgang durch einen symbolisch verlinkten Pfad danach beurteilt, wie er im Projekt geschrieben steht — nicht danach, wo er tatsächlich landet. acceptEdits, Allow-Regeln und auto mode konnten so einen Schreibvorgang außerhalb des Projekts durchwinken. Die Abfrage nennt jetzt das echte Ziel.
Zwei weitere Korrekturen betreffen auto mode direkt. Wenn eine Sicherheitsprüfung die Bewertung einer Aktion verweigerte, hat Claude Code sie immer wieder versucht; jetzt wird sie einmal abgelehnt, mit dem Hinweis, dass ein weiterer Versuch nichts bringt. Und wenn eine Prüfung gar keine Antwort gab, lief die Ablehnung ohne Pause durch — jetzt warten die Wiederholungen zunehmend länger, und nach zehn in Folge endet der Zug mit einer Meldung.
Viel Kleinkram an der Oberfläche
Der Rest der Liste ist lang und unspektakulär, trifft aber Dinge, über die man täglich stolpert. Ein verirrtes n hat Dialoge geschlossen, ein y sie bestätigt; jetzt machen das nur Enter und Escape. Textfelder haben getippte Buchstaben an Tastenkürzel verloren. Ctrl+C oder Ctrl+D zweimal gedrückt hat in fast allen Dialogen Claude Code beendet statt den Dialog. Home und End taten in /config und in Auswahllisten nichts.
Dazu kommt eine ganze Reihe von Abstürzen und Endlosfehlern: Sitzungen, die bei jedem Zug mit einem API-Fehler scheiterten, beschädigte Transkripte beim Fortsetzen, ein Hänger, wenn eine Einstellungsdatei mitten im Lesen durch eine Named Pipe ersetzt wird. Für VS Code kommen Dialoge für Status, Sandbox, Claude in Chrome und Skills hinzu, dazu ein Export der Unterhaltung.
Die interessanteste Zeile ist die kürzeste
Der Symlink-Fix ist kein Schönheitsfehler. Auto mode entscheidet ohne Rückfrage, und die Entscheidung stützte sich auf einen Pfad, der nicht dort hinführte, wo er hinzuführen schien. Das ist genau die Klasse von Lücke, die in einem Release mit sechzig Einträgen untergeht.
Was Anthropic an diesem Tag sonst gezeigt hat — ein Modell, das 18 Stunden unbeaufsichtigt durchläuft —, macht solche Fixes wichtiger, nicht unwichtiger. Je länger ein Agent ohne Aufsicht arbeitet, desto mehr hängt daran, dass die Regel, die ihn einzäunt, den richtigen Pfad prüft.