Claude Code

Der Auto-Mode-Classifier kostet nichts mehr, wenn dein Gateway nicht dazwischenfunkt

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Mit /status siehst du, woran du bist. Die neue Zeile heißt «Auto mode server» und steht entweder auf Enabled oder auf Disabled.

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Im Auto-Modus prüft ein Classifier jede Aktion, bevor sie läuft — Shell-Befehle, Netzwerkzugriffe. Bisher hat Claude Code diese Prüfungen selbst angefragt und dir als Token in Rechnung gestellt. Seit Version 2.1.278 macht das der Server, und dann zahlst du dafür nichts.

Was sich ändert

Claude Code bittet den Server, die Sicherheitsprüfungen als Teil der ohnehin laufenden Modellanfragen zu erledigen. Klappt das, kostet der Classifier nichts extra. Klappt es nicht, fällt Claude Code auf die eigenen Classifier-Anfragen zurück. Die kosten dann wie vorher.

Vor der ersten Aktion, die so laufen würde, hält Claude Code an und zeigt einen Hinweis: Man ändere den Auto-Modus, damit Classifier-Anfragen nichts mehr kosten, aber diese Sitzung sei nicht dafür geeignet. Erkennt Claude Code ein Gateway oder einen Proxy im Weg, nennt der Hinweis es beim Namen.

Kaputt geht dabei nichts. Der Auto-Modus läuft weiter, nur eben zum alten Preis. Einmal Enter, und der Hinweis kommt in dieser Sitzung nicht wieder.

Wer den Hinweis überhaupt sieht

Serverseitige Prüfungen fragt Claude Code standardmäßig auf Enterprise-Plänen und bei Konten über die Claude API an, dazu auf Claude Platform on AWS, Amazon Bedrock, Google Clouds Agent Platform und Microsoft Foundry. Ob eine Plattform oder Region sie schon ausführt, hängt am jeweiligen Rollout.

Pro, Max und Team sehen den Hinweis nie.

Willst du wissen, woran du bist: /status in einer Auto-Modus-Sitzung. Die Zeile «Auto mode server» steht auf Enabled, solange der Server entscheidet, und auf Disabled, sobald die Sitzung zurückgefallen ist. Im nicht-interaktiven Betrieb mit -p landet der Text auf stderr, bei stream-json als System-Warnung im Nachrichtenstrom, in der VS-Code-Erweiterung als Notiz im Gespräch.

Was du tun kannst

Häufigste Ursache ist ein LLM-Gateway oder Proxy, der Header entfernt, unbekannte Felder wegwirft oder Antworten umschreibt. Konkret geht es um das Anfragefeld safeguards und den Antwortschlüssel safeguard_results — wer die wegfiltert, nimmt dem Server die Möglichkeit zu prüfen.

Zwei Wege:

  • Gateway durchlässig machen. Anfragen und Antworten unverändert durchreichen, auch unbekannte Felder, und Tool-Use-IDs nicht umschreiben. Neue Sitzungen nutzen dann wieder die Serverprüfung.
  • Wenn klar ist, dass dein Gateway das nicht kann: export CLAUDE_CODE_AUTO_MODE_SERVER=0 vor dem Start. Dann fragt Claude Code gar nicht erst und der Hinweis bleibt weg. Auf einer direkten Verbindung zur Anthropic-API wird die Variable nicht gelesen, und sie ist ausdrücklich vorübergehend.

Ein Gateway, das Felder verschluckt, kostet jetzt Geld

Bisher war ein aufräumender Proxy eine Geschmacksfrage. Ab dieser Version steht auf der Rechnung, wer die Anfragen unterwegs umbaut — der Classifier läuft dann weiter lokal und zählt weiter mit.

Anthropic formuliert die Empfehlung erfreulich klar: Ein Gateway, das Verkehr unverändert durchreicht, funktioniert auch mit den nächsten Funktionen. Das ist die eigentliche Botschaft der Version, und sie richtet sich nicht an Entwickler, sondern an die Leute, die das Gateway betreiben.

Quellen

Claude CodeAuto ModeKosten