Claude Desktop ist am 27. Oktober auf v4.29.0 gesprungen, von v3.6556 weg. Mitgeliefert wird Claude Code 2.1.309. Der Sprung in der Hauptversion steht ohne Erklärung da, der Inhalt des Changelogs ist dafür ungewöhnlich schwer.
Zwei Änderungen an den Genehmigungen
Skip all approvals richtet sich jetzt nach der Cowork-Einstellung der Organisation, nicht mehr nach deren Claude-Code-Einstellungen. Die verwalteten Claude-Code-Einstellungen eines Geräts gelten weiter. Schaltet ein Administrator Skip all approvals oder Auto ab, fallen Aufgaben in diesem Modus beim nächsten Start oder bei der nächsten Nachricht eine Stufe tiefer. In Drittanbieter-Installationen gilt das nicht.
Die zweite Änderung ist eine Sperre gegen eingeschleppte Adressen. Web fetch in geplanten Aufgaben braucht außerhalb von Auto und Skip all approvals jetzt eine URL, die im Auftrag der Aufgabe steht oder aus einer Suche beziehungsweise einem früheren Abruf kommt. Wer eine Routine baut, die sich ihre Ziele erst unterwegs von einer Seite vorsagen lässt, bekommt sie so nicht mehr durch.
Computernutzung und SSH
Die Computernutzung im Hintergrund hatte auf dem Mac vier Fehler gleichzeitig: Sie ersetzte den ganzen Text in einem Feld, wenn die App langsam antwortete, ließ ein Feld markiert, in dem man gerade tippte, sodass ein Tastendruck es leerte, lenkte Klicks außerhalb eines Fensters an dessen Rand und blieb in Finders „Gehe zum Ordner“ hängen. Alle vier sind weg. Dazu: Shell-Befehle laufen nach einem Stop nicht mehr weiter oder starten gar erst.
Bei SSH und WSL hat sich geändert, welche Umgebungsvariablen vom eigenen Rechner übernommen werden. Schalter, Zahlen und die meisten Einstellungen gehen weiter mit; längerer Text wie der Schlüssel oder die Basis-URL eines Cloud-Anbieters nur dann, wenn er unter Environment variables gespeichert ist. Behoben ist außerdem, dass die App ein SSH-Passwort nach einer Ablehnung erneut gesendet hat, was ein Konto sperren konnte.
Für Administratoren
behavesAsininferenceModelsbenennt das Claude-Modell hinter einem Gateway-Alias, damit die Effort-Stufen und Limits dieses Modells greifen. Sobald ein Eintrag es setzt, ignorieren Sitzungen denmodelPickerin den persönlichen Einstellungen.defaultState: offinmanagedMcpServersstellt einen Connector bereit, der erst erscheint, wenn jemand ihn selbst einschaltet. Nachträglich gesetzt, schaltet er ihn für alle ab, die ihn nicht aktiviert haben.oauth.omitResourcefür Identitätsanbieter, die den OAuth-Parameterresourceablehnen, wie Microsoft Entra ID mit AADSTS9010010.platformOverridesgibt einem Server je Betriebssystem andere Befehle, Argumente oder Umgebung. Ein ungültiger Wert unter einem davon wirft den Server auf allen Geräten.toolTimeoutSecsetzt pro Server 5 bis 3.600 Sekunden stattmcpToolTimeoutSec.- Bei 75 Prozent des mit
inferenceMaxTokensPerWindowgesetzten Limits warnt Claude, einstellbar überinferenceTokenWarningPercent. pull_request_review_writebeim GitHub-Server fragt jetzt vor jedem Aufruf, auch bei reinen Kommentarreviews, selbst wenntoolPolicyes erlaubt.
Der 10. November steht jetzt im Changelog
Ein nicht gesetztes desktopHome öffnet ab dem 10. November 2026, 12:00 Uhr pazifischer Zeit, Unified Claude, und schaltet bei aktivem Cowork auch Chat und Advanced file analysis dazu. Über die Zusammenlegung von Chat und Cowork habe ich am 9. Oktober geschrieben; bis jetzt war das eine Ankündigung. Jetzt ist es eine Zeile in einer Versionsanmerkung, mit Uhrzeit. Wer die Oberfläche in seiner Organisation festhalten will, setzt desktopHome vorher. Das ist der Grund, dieses Changelog nicht zu überblättern.