Claude Desktop v2.37337.1 ist seit dem 13. Oktober draußen, mit Claude Code 2.1.295 im Bündel. Die sichtbarste Neuerung ist klein und praktisch: „Open in new window“ löst einen Chat aus dem Hauptfenster und stellt ihn daneben.
Cowork-Aufgaben verlieren keine erste Nachricht mehr
Für Cowork sind vor allem Fehlerbehebungen dabei, und die betreffen Fälle, die richtig weh tun. Die erste Nachricht einer neuen Aufgabe ging verloren, wenn die App neu lud, während die Aufgabe gerade startete. Nachrichten, die nicht verschickt werden konnten, sahen manchmal aus wie verschickt, ohne Fehlermeldung. Geplante Aufgaben auf dem eigenen Rechner ließen sich nach dem ersten Lauf nicht mehr bearbeiten, Fehlermeldung „Failed to update scheduled task“. Und Cowork-Aufgaben auf Rechnern, auf denen die Administration die lokale VM abgeschaltet hat, versuchten trotzdem dort zu starten statt in der Cloud.
Dazu zwei Punkte, die man als Nutzer sofort merkt: Die Visualisierungen in Artifacts
blieben leer, wenn die Verbindung fehlte oder das Netz die Herkunftsseite der Bibliotheken
blockierte. Chart.js, Grid.js und Mermaid liefert die App jetzt mit. Außerdem schaltet
disableNonessentialServices diese drei nicht länger ab.
Der Code-Bereich bekommt Auto-Save im Editor der Dateien-Ansicht, abschaltbar über das Menü des Panels.
Wer alte Konfigurationsschlüssel stehen lässt, verliert die Verwaltung
Der unangenehme Teil steht in den Abschnitten „General“ und „3P“, und er ist als
(breaking) markiert. Sechs frühere Schlüsselnamen sind jetzt ersatzlos weg: die drei
Extension-Schlüssel isDxtEnabled, isDxtSignatureRequired und isDxtDirectoryEnabled,
dazu enduserAttribution, trustBootstrapLocalExec und inferenceGatewayHeaders.
Entscheidend ist, was passiert, wenn sie stehen bleiben. Ein alter Name gilt als
unbekannter Schlüssel, seine Einstellung greift nicht mehr, und auch die
Veraltungswarnung verschwindet. Praktisch heißt das: Unsignierte Extensions laden, das
Extension-Verzeichnis ist sichtbar, End-User-Attribution ist an, eine per
Geräteverwaltung gesetzte bootstrapUrl wird ohne Rückfrage vertraut, und eigene
Inference-Header werden nicht gesendet. Noch härter trifft es macOS-Profile und
Windows-Benutzerrichtlinien, die nur alte Namen enthalten: Die werden gar nicht mehr als
verwaltete Konfiguration gelesen, das Gerät gilt dann als unverwaltet.
Die Ersatznamen heißen isDesktopExtensionEnabled, isDesktopExtensionSignatureRequired,
isDesktopExtensionDirectoryEnabled, endUserAttribution, trustBootstrapDelivery und
inferenceCustomHeaders. Eine Besonderheit für Windows: In der Registry wird
Groß- und Kleinschreibung ignoriert, dort funktioniert enduserAttribution weiter.
Wer MCP-Connectoren über OAuth nutzt, muss sich nach diesem Update einmal neu anmelden, und künftig jedes Mal, wenn sich die URL eines Connectors ändert.