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Anthropic Q3-Umsatz: 16,8 Milliarden Dollar und erstmals bereinigt profitabel

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Vergangene Woche hat dieselbe Zeitung OpenAIs Jahresrate von 68 auf 50 Milliarden Dollar heruntergesetzt. Der Nasdaq fiel um 1,25 Prozent.

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Anthropic hat Investoren im dritten Quartal 16,8 Milliarden Dollar Umsatz genannt und dazu, dass das Unternehmen auf bereinigter Basis erstmals profitabel gearbeitet hat. Die Zahlen fielen bei einem geschlossenen Treffen mit Investoren, die vor dem Börsengang Anteile kaufen wollen. Die Financial Times hat zuerst darüber berichtet, das Wall Street Journal hat nachgelegt.

Der Sprung von Quartal zu Quartal

Im ersten Quartal lag der Umsatz bei 4,8 Milliarden Dollar, im zweiten bei gut 11,5 Milliarden. Von dort auf 16,8 Milliarden sind es rund 45 Prozent – in drei Monaten. Der Börsengang wird für November erwartet, mit einer angestrebten Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar. Zur Einordnung: Die letzte Finanzierungsrunde im Mai schloss bei 65 Milliarden Dollar und einer Bewertung von 965 Milliarden.

Brutto oder netto, das sagt die Quelle nicht

Hier wird es unangenehm. Der anonyme Informant der FT hat nicht gesagt, ob 16,8 Milliarden brutto oder netto gemeint sind. Er hat auch nicht gesagt, wie Anthropic „profitabel“ definiert. Genau an dieser Unterscheidung hängt der Vergleich mit OpenAI, wie ich in Anthropic bucht brutto, OpenAI netto geschrieben habe. Dieselbe Firma kann mit derselben Geschäftslage zwei sehr verschiedene Zahlen melden, und solange sie privat ist, muss sie nichts offenlegen.

Warum der Markt mitzittert

Wie empfindlich das inzwischen ist, hat sich vorige Woche gezeigt. Die FT korrigierte ihre eigene Schätzung für OpenAIs annualisierte Umsatzrate von rund 68 auf 50 Milliarden Dollar und nannte als Grund einen Rechenfehler. Der Nasdaq verlor 1,25 Prozent, Oracle, CoreWeave, Intel und Nvidia fielen stärker. Diese Firmen hängen an mehrjährigen Verträgen mit den beiden großen Laboren, also ist jede Zahl von dort ein Kursereignis.

Was im November wirklich zählt

Zwei Billionen Dollar Bewertung auf Zahlen, die niemand prüfen kann: Das ist der Kern des Börsengangs. Mit dem Prospekt ändert sich das: Dann steht da, was Anthropic für diese 16,8 Milliarden an Rechenleistung ausgegeben hat, und erst diese Gegenzahl macht die erste interessant. Bis dahin ist die Meldung ein Signal, kein Abschluss. Ich bin gespannt, wie nah die geprüfte Zahl an der genannten liegt.

Quellen

AnthropicUmsatzIPO