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Anthropic macht 11,5 Milliarden Umsatz – in einem Quartal

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Anthropic zeigt potenziellen Investoren seine Zahlen: über 11,5 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal, ein Sprung aufs 14-Fache binnen eines Jahres. Der Börsengang im Herbst rückt näher.

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Anthropic hat potenziellen Geldgebern eine Zahl auf den Tisch gelegt, die man zweimal lesen muss: über 11,5 Milliarden Dollar Umsatz – in einem einzigen Quartal. Das berichteten diese Woche Bloomberg, CNBC und andere, gestützt auf Angaben, die Anthropic vor dem geplanten Börsengang mit Interessenten teilt.

Die Zahlen

11,5 Milliarden im zweiten Quartal, gegenüber 787 Millionen im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Das ist das Vierzehnfache. Und es ist ein deutlicher Sprung gegenüber dem ersten Quartal 2026, in dem noch 4,73 Milliarden zusammenkamen.

Die jährliche Umsatz-Run-Rate hatte im Mai die Marke von 47 Milliarden Dollar überschritten. Getragen wird das Wachstum vor allem von Firmenkunden, die Claude für komplexes Coding und Wissensarbeit einsetzen. Zum Vergleich: OpenAI liegt bei einer Run-Rate von über 40 Milliarden. Das Rennen der beiden ist enger geworden.

Kurs auf den Börsengang

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Anthropic hat seinen IPO-Antrag vertraulich eingereicht und arbeitet mit Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan. Die aktuellen Investorengespräche drehen sich genau um diese Zahlen – man führt vor, wie steil die Kurve nach oben zeigt.

Und die Erwartungen sind hoch. Im Mai wurde Anthropic zuletzt mit 965 Milliarden bewertet. Mehrere Geldgeber rechnen für den Herbst mit einer Bewertung, die das Doppelte erreichen könnte – die Financial Times nennt zwei Billionen Dollar. Das wäre einer der größten Börsengänge, den die Tech-Branche je gesehen hat.

Meine Einordnung

Zahlen dieser Größe sind kaum noch greifbar. 11,5 Milliarden in drei Monaten – das war vor zwei Jahren der Jahresumsatz mittelgroßer Konzerne. Bei Anthropic ist es ein Quartal.

Was mich mehr beschäftigt als die Höhe, ist das Tempo. Ein Vierzehnfaches in zwölf Monaten bekommt man nur hin, wenn Firmen die Technologie nicht ausprobieren, sondern fest einbauen. Genau das passiert gerade: Claude wandert vom Experiment in den Arbeitsalltag. Der Umsatz ist bloß die Quittung dafür.

Bleibt die Frage, ob die zwei Billionen bei einem Börsengang halten. Erwartungen sind das eine, ein echter Handelstag das andere. Aber wenn eine Firma solche Quartale abliefert, versteht man, warum die Banken Schlange stehen.


Quellen: