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CNBC All-America Economic Survey: 63 Prozent wollen kein KI-Rechenzentrum in der Nähe

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Bei den MAGA-Anhängern wollen 55 Prozent, dass die Entwicklung weiterläuft. Ein Rechenzentrum im Umkreis von zehn Meilen wollen davon nur 29 Prozent.

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63 Prozent der registrierten Wähler in den USA sind gegen ein KI-Rechenzentrum im Umkreis von zehn Meilen um ihr Zuhause. Dafür sind 13 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem CNBC All-America Economic Survey, den CNBC am Samstag veröffentlicht hat.

Gefragt wurden 1.000 registrierte Wähler landesweit, erhoben vom 14. bis 18. Oktober durch Hart Research Associates und Public Opinion Strategies, Fehlertoleranz 3,1 Prozentpunkte. Die Frage nach dem Rechenzentrum in der Nähe ging an eine halbe Stichprobe von rund 500 Wählern, Fehlertoleranz 4,38 Punkte.

Im republikanischen Lager geht der Riss mitten durch

Interessant ist das republikanische Lager. 55 Prozent der MAGA-Anhänger wollen, dass die Unternehmen weiter an fortgeschrittener KI arbeiten, während der Kongress an Regeln sitzt; 27 Prozent wären für eine Pause. Nur 29 Prozent würden ein Rechenzentrum im Umkreis von zehn Meilen unterstützen, 40 Prozent sind dagegen. Nimmt man alle Republikaner und republikanisch Geneigten zusammen, fällt die Unterstützung auf 24 Prozent.

Bei den Demokraten ist die Sache eindeutiger: 80 Prozent dagegen, 4 Prozent dafür.

Die Zahl, auf die Wahlkämpfer schauen werden, steht weiter unten. Gefragt nach ihrer größten Sorge für den Fall, dass die Republikaner den Kongress behalten, nannten 18 Prozent ein Versäumnis bei der Regulierung von KI und Rechenzentren. Das liegt gleichauf mit der Fortsetzung des Militäreinsatzes im Iran und vor weiteren ICE-Abschiebungen mit 15 Prozent, Kürzungen bei Krankenversicherungszuschüssen mit 10 und einer Verlängerung von Trumps Zöllen mit 5 Prozent. Selbst unter den Wählern, die den Republikanern die Mehrheit wünschen, nennen 17 Prozent die schwache Aufsicht über KI und Rechenzentren, gleich hinter der Sorge, die Preise könnten nicht sinken.

Zwei Zitate, zwei Rechnungen

„Viele Leute sind von diesen Rechenzentren genervt“, sagt Brad Carson, früher demokratischer Kongressabgeordneter aus Oklahoma und Mitgründer des Public First Action PAC, das von der KI-Branche finanziert wird und auf strengere Regeln drängt. „Die Leute bestehen außerdem sehr nachdrücklich auf vernünftigen Leitplanken für KI, und das wird schwer zu schlagen sein.“

Die Gegenseite rechnet in Standortvorteilen. „Die Rechenzentrumsbranche bringt erhebliche, greifbare Vorteile“, sagt Dan Diorio von der Data Center Coalition und verweist auf Jobs, Investitionen und Steuereinnahmen. Die Betreiber stünden dazu, „für die Energie zu bezahlen, die wir verbrauchen“.

Neu ist der Konflikt nicht. Im August hatte das republikanische Senatswahlkomitee die KI-Unternehmen gewarnt, der Widerstand gegen Rechenzentren bedrohe die Wiederwahl von Senator Jon Husted in Ohio – ein Thema, das die Partei als Schläfer für die Zwischenwahlen einordnete.

Die Technik wollen sie, die Baustelle nicht

Diese Umfrage trennt zwei Fragen, die in Washington gern zusammenfallen. Ob Amerika KI weiterentwickeln soll, ist kaum strittig, nicht einmal unter Trumps Anhängern. Ob der Strom, das Wasser und der Lärm dafür in der eigenen Nachbarschaft entstehen sollen, ist eine völlig andere Frage, und dort kippt die Mehrheit.

Für Anthropic, OpenAI und ihre Vermieter heißt das: Der politische Gegenwind kommt nicht aus der Debatte über Modelle, sondern über Stromrechnungen. Wie das praktisch aussieht, zeigt in dieser Woche der Streit um Anthropics geplanten Standort in Queensland – dort geht es um Brunnen, nicht um Benchmarks. Beides sind Varianten derselben Rechnung: Der Nutzen ist national, die Kosten sind lokal, und gewählt wird lokal.

Quellen

RechenzentrumPolitikUmfrage