Claude Code 2.1.305 liegt seit Montagabend auf npm, gut 23 Stunden nach 2.1.304. Zwei der Einträge im Changelog sollte man gelesen haben, bevor man aktualisiert.
Eine Sandbox-Option, die der Changelog selbst als Loch beschreibt
Neu ist sandbox.allowNestedUserNamespaces. Damit dürfen Befehle in der Sandbox unter Linux eigene User-Namespaces anlegen. Das brauchen Chromium und rootless podman, die ohne diese Möglichkeit in der Sandbox nicht starten.
Der Changelog schreibt im selben Satz dazu, was das kostet: Prozesse können damit die Dateischutzregeln der Sandbox umgehen. Das ist ungewöhnlich offen formuliert, und es ist die richtige Reihenfolge – wer Playwright-Tests oder Container in der Sandbox braucht, schaltet es ein und weiß dann, dass die Sandbox für diese Befehle keine Dateigrenze mehr ist.
Ein MCP-Server, der nach dem Update plötzlich wieder startet
Die zweite Änderung ist leiser und trifft verwaltete Installationen. allowedMcpServers filtert stdio-Server aus der managed-mcp.json nicht mehr heraus, wenn diese ${VAR} nur im env-Block verwenden. Konkret: Ein Server, den deine Allowlist bisher ausgeschlossen hat, lädt nach dem Update. Wenn er draußen bleiben soll, musst du ihn über deniedMcpServers ausdrücklich sperren.
Dazu passend: Plugins, die Claude Desktop über einen Pfad einbindet, behalten ihre erlaubten Tools nicht mehr, sobald die Managed Settings deiner Organisation allowManagedPermissionRulesOnly setzen.
Der Rest: Tasten, Breiten und ein Watchdog
CLAUDE_CODE_RETRY_WATCHDOG_USAGE_LIMIT_RECHECK_MS sorgt dafür, dass der unbeaufsichtigte Retry-Modus mitbekommt, wenn ein Nutzungslimit vor dem eigentlichen Reset aufgehoben wurde. Die Löschbestätigung unter /artifacts nimmt jetzt 1 oder Enter fürs Behalten, 2 fürs Löschen und Esc zum Abbrechen; y und n tun nichts mehr. Das angedockte Fenster eines Mods bleibt auf maximal 45 Prozent der Terminalbreite, auch wenn es eine Breite aus einem größeren Terminal mitgebracht hat.
In VS Code gibt es einen Spinner „Running start-up hooks“ samt Ansage für Screenreader, solange SessionStart- oder Setup-Hooks laufen. Und Code Review eröffnet eine Nachprüfung nicht mehr mit LGTM, während ältere blockierende Befunde noch offen sind. Dazu kommen sechs Verbesserungen und 22 Fehlerbehebungen.
Wer stable folgt, hat 2.1.305 noch nicht
Auf npm steht stable weiter bei 2.1.304, latest bei 2.1.305, und next trägt seit heute Nacht schon 2.1.306. Der Abstand zwischen den Kanälen ist in dieser Woche auf zwei Versionen gewachsen. Gerade bei der Sandbox-Option ist das keine schlechte Nachricht: Eine Einstellung, die eine Schutzgrenze bewusst öffnet, möchte man lieber in einer Version haben, die ein paar Tage im Feld war.