Claude Desktop 3.1623.0 ist seit dem 20. Oktober da, mit Claude Code 2.1.304 im Bündel. Es ist eine der umfangreichsten Ausgaben seit Wochen, und der Schwerpunkt liegt nicht bei den Funktionen, sondern bei den Schrauben für Administratoren.
Storage: endlich sehen, wo der Platz hingeht
Die Einstellungen haben einen neuen Punkt „Storage“. Er zeigt, wie viel Plattenplatz Claude belegt, und lässt inaktive Cowork-Tasks und Code-Sessions löschen. Die Warnung bei knappem Speicher öffnet ihn direkt, und /storage tut es aus Cowork und Code heraus auch. Auf Deployments von Drittanbietern fehlt der Punkt noch.
Dazu steigt die Mindestanforderung unter Windows auf Windows 10 Version 2004, Build 19041. Rechner mit älterem Windows behalten die Version, die sie haben; die Fassung aus dem Microsoft Store bleibt unverändert. Und die Rückfrage „Open external link“ fällt für die meisten Links auf andere Websites weg – außer bei Drittanbieter-Deployments.
SSH wird dichtgezogen, an sieben Stellen gleichzeitig
Sieben der Änderungen im Code-Abschnitt sind als breaking markiert, und fast alle betreffen SSH. sshHostAllowlist deckt jetzt auch die Zwischenstationen einer Sitzung ab: jeder ProxyJump-Host und der Host aus einem ssh -W %h:%p-Kommando müssen auf jeder gesetzten Liste stehen, mit ihrem HostName. Eine leere oder fehlerhafte Liste schaltet SSH ab.
Außerdem gilt: Lässt sich die Managed-Settings-Datei auf dem Rechner nicht laden, starten dort gar keine Code-Sessions mehr, bis sie repariert ist. Das Verbot lokaler Sitzungen und das Verbot gespeicherter SSH-Passwörter aus den lokalen Managed Settings greifen jetzt zusätzlich zu den claude.ai-Adminregeln. Sitzungen auf macOS- und Linux-Hosts starten nicht, wenn der Host den echten Pfad eines Ordners nicht melden kann – praktisch heißt das: keine Symlinks im Pfad. Und MCP-Server aus deinen Desktop-Einstellungen laufen auf einem fremden Host nicht mehr an, wenn dessen Administrator per managed-mcp.json nur eigene Server erlaubt.
Für Cowork: eine Design-Übergabe an Claude Code
Im Menü unter dem Namen eines Designs steht neu „Hand off to Claude Code“. Das öffnet Claude Code mit einem Prompt, der das Design in deiner Codebase umsetzt – oder gibt dir den Prompt zum Einfügen. Dazu kommen drei Fehlerbehebungen, die man gemerkt hat: Globale Anweisungen fielen manchmal auf eine alte Fassung zurück, kürzlich geöffnete Tasks verschwanden nach einem Neustart, und der Ordner-Dialog blieb bei „Couldn’t load“ hängen.
Für verwaltete Installationen gibt es außerdem releaseChannel. Auf staggered gesetzt, springen Geräte nur auf Versionen, die Anthropic nach dem vollständigen Rollout markiert, und überspringen alles dazwischen.
Diese Ausgabe ist für Admins geschrieben, nicht für Nutzer
Wenn du Claude Desktop allein benutzt, merkst du von 3.1623.0 fast nur Storage und ein paar verschwundene Klickbestätigungen. Wenn du eine Flotte verwaltest, ist es die wichtigste Ausgabe seit der Einführung der Managed Settings: Die lokalen Regeln auf dem Gerät schlagen jetzt in mehreren Fällen durch, auch wenn die Adminregeln auf claude.ai großzügiger sind. Wer beide Ebenen pflegt, sollte vor dem Update einmal prüfen, ob die strengere der beiden wirklich die ist, die er meint.