Claude Code 2.1.300 liegt seit dem 14. Oktober um 14:27 UTC in der npm-Registry. Der Changelog ist lang, der Schwerpunkt aber klar: Mods, Telemetrie und eine Reihe von Behebungen rund um Cloud-Sitzungen.
/advisor kommt auf Claude Platform on AWS
Der Advisor ist jetzt auch dort verfügbar. Wichtig ist das Verhalten im Standardfall: Es
läuft kein Advisor, solange du keinen auswählst, über /advisor, über advisorModel oder
per --advisor. Abschalten lässt sich das Werkzeug ganz mit
CLAUDE_CODE_DISABLE_ADVISOR_TOOL=1.
Was Mods jetzt können
Vier Neuerungen auf einmal. virtualText zeichnet Text in die Prompt-Box, der weder in den
Entwurf noch in den abgeschickten Prompt wandert. Der Hook prompt.change meldet jede
Änderung am Prompt-Text, die nicht getippt wurde: ein Eintrag aus der Historie, ein Leeren,
ein Undo, eine Füllung durch ein Plugin. $.ui.view({ agentId }) holt das Transkript eines
Agenten in die Hauptansicht, $.ui.view({}) geht zurück. Und Text bekommt ein dir-Prop
für Rechts-nach-links-Text, unter Windows und im VS-Code-Terminal mit entsprechend
ausgerichteten Zeilen. Dazu darf der Hook agent.spawn bei Workflow-Agenten jetzt prompt
und model umschreiben, nicht nur ablehnen.
Telemetrie wird genauer
Das api_request-Ereignis in OpenTelemetry trennt Cache-Schreibvorgänge nach Lebensdauer
auf: cache_creation_5m_tokens und cache_creation_1h_tokens. Außerdem tragen die
Trace-Spans jetzt GenAI-Semantic-Convention-Attribute wie gen_ai.provider.name,
gen_ai.conversation.id, gen_ai.tool.name und error.type. Das passt zum selben Tag:
Auf der Claude Platform sind
OpenTelemetry-Traces aus Managed Agents und der Messages API
in die Beta gegangen, mit denselben Konventionen.
Die Behebungen, die auffallen
Write, Edit und NotebookEdit haben in Cowork-Cloud-Sitzungen Erfolg gemeldet für Pfade auf dem eigenen Rechner, wo die Datei nie ankam. Cloud-Sitzungen hingen fünf Minuten pro Zug, wenn die Organisationsrichtlinie nicht lesbar war; jetzt endet der Zug schnell und sagt, warum. Und eine Unterhaltung, die bei jedem Zug mit 400 scheiterte, weil die API das Eingabeschema eines MCP-Werkzeugs ablehnte, läuft weiter: Claude Code schickt das Werkzeug für den Rest des Gesprächs ohne Parameter.
Die Mod-Schnittstelle wächst am schnellsten
Wer die Releases seit 2.1.299 nebeneinanderlegt, sieht ein Muster: Die meisten echten Neuerungen betreffen inzwischen nicht Claude, sondern die Oberfläche um Claude herum. Hooks, Prompt-Dekorationen, Ansichtssteuerung. Das ist eine stille Entscheidung darüber, wer den Arbeitsplatz baut, und sie fällt zugunsten der Nutzer aus.