2.1.284 ist am Montagabend um 17:11 UTC auf npm gelandet, drei Tage nach 2.1.283. Der Changelog ist lang, die Liste der Fehlerbehebungen noch länger. Vier Sachen lohnen den Blick.
Sonnet 5.5 ist drin
claude-sonnet-5-5 ist ab dieser Version verfügbar und das Standard-Sonnet auf der Claude API: 1 Million Token Kontext, 2 Dollar Eingabe und 10 Dollar Ausgabe pro Million, 20 Cent für Cache-Lesezugriffe. Was das Modell sonst mitbringt, steht in meinem Artikel dazu. Auch Claude Desktop zieht nach: Version 2.9939.4 bündelt laut Changelog genau diese Claude-Code-Version und unterstützt Sonnet 5.5.
Eine dritte Antwort im Auto-Modus
Bisher hattest du bei einem Lesezugriff außerhalb der Arbeitsverzeichnisse die Wahl zwischen Ja und Nein, und ein Ja galt weiter. Jetzt gibt es «Ja, aber frag beim nächsten Mal wieder». Damit erlaubst du genau diesen einen Zugriff und behältst die Nachfrage für alle späteren.
Geld statt Prozente
Wer über ein Claude-Apps-Gateway arbeitet, sieht sein Ausgabelimit in /usage und in der Statuszeile jetzt als Betrag: «$271.40 / $500.00 spent this month». In der Statuszeile kommen dafür drei Felder dazu, used_usd, limit_usd und period unter rate_limits.spend_limit. Voraussetzung ist, dass das Gateway selbst mindestens auf dieser Version läuft.
Kleinkram, der Zeit spart
/mcp reconnect all versucht alle MCP-Server auf einmal erneut zu verbinden, die beim Start gescheitert sind oder eine Anmeldung brauchen. Die drei Aktionen effortSlider:decreaseEffort, increaseEffort und toggleUltracode lassen sich in keybindings.json frei belegen. Und /rate-limit-options taucht endlich in /help und im Befehlsmenü auf, sodass die Limit-Hinweise auf einen Befehl zeigen, den man auch findet.
Bei den Fehlerbehebungen fallen zwei auf. Ein kaputter Antwort-Stream hat bisher rohe Fehler wie «JSON Parse error» durchgereicht oder das Wort «undefined» in eine Antwort geschrieben – das wird jetzt als abgebrochene Antwort behandelt und wiederholt. Und wenn nach dem Komprimieren immer noch «Prompt is too long» kommt, komprimiert Claude Code ein zweites Mal und behält dabei weniger vom jüngsten Verlauf.
Der Schalter gegen Dauerfragen ist die beste Kleinigkeit
Die Sonnet-5.5-Zeile ist die Schlagzeile, aber die dritte Antwort im Auto-Modus ist das, was ich täglich merken werde. Bisher war jede Erlaubnis eine Einbahnstraße: Wer einmal Ja sagte, um weiterzukommen, hat die Nachfrage für den Rest der Sitzung verloren. Genau deshalb klickt man irgendwann alles durch. Eine Berechtigung, die sich nicht dauerhaft festschreibt, ist kein Komfort-Feature, sondern die Bedingung dafür, dass die Nachfrage überhaupt etwas bedeutet.