Version 2.1.283 liegt seit Freitag, 18:46 UTC, im npm-Registry und bringt einen Befehl, der sich an alle richtet, die ihre Anweisungsdateien über Monate gewachsen haben lassen: /doctor prompt-audit, alternativ /checkup prompt-audit. Er nimmt deine CLAUDE.md-Dateien, Skills, Agenten und Commands durch und sucht nach Formulierungen, die für ältere Modelle geschrieben wurden. Im Bericht stehen veraltete Pfade, veraltete Befehle und sich widersprechende Anweisungsdateien vorn. Denkschlüsselwörter, die Claude Code selbst dokumentiert, bleiben unangetastet.
Zwei neue Bremsen für Administratoren
availableModelsMatch ergänzt die bestehende Modellliste um eine Genauigkeitsstufe. Steht der Wert auf exact, erlaubt ein Eintrag in availableModels nur noch genau die Modellversion, die er nennt. Ein neues Release bleibt gesperrt, bis jemand es einträgt. deniedModels geht von der anderen Seite: Damit sperrst du einzelne Modelle, selbst wenn availableModels sie durchlässt.
Für Gateways gibt es einen neuen Hinweis-Header. Mit CLAUDE_CODE_GATEWAY_HINT_HEADERS=1 schickt Claude Code x-claude-code-prompt-id mit, sodass ein LLM-Gateway die Anfragen bündeln kann, die zu einer einzigen Nutzereingabe gehören. Wer Kosten pro Aufgabe statt pro Anfrage auswerten will, bekommt damit die fehlende Klammer.
Der gefährlichste Fehler steht unter Windows
Unter Windows konnte der PowerShell-Werkzeugaufruf über cmd /c rd, rmdir, del oder erase Ordner löschen, die Remove-Item verweigert: Laufwerkswurzeln, den Benutzerordner, ähnliche Orte. Das ist behoben. Behoben ist außerdem, dass verwaltete sandbox-Einstellungen komplett ignoriert wurden, sobald ein verschachtelter Wert ungültig war — jetzt fällt nur dieser eine Wert aus, der Rest gilt weiter.
Zwei Kleinigkeiten mit Folgen: Das Wochenlimit für Fable fehlte in /usage und in den VS-Code-Anzeigen, wenn Telemetrie abgeschaltet war. Und Remote Control war auf bezahlten Plänen nicht verfügbar, wenn DISABLE_TELEMETRY oder DO_NOT_TRACK gesetzt war. Beides läuft nun auch ohne Telemetrie.
Was sich beim Arbeiten anders anfühlt
Bilder, die MCP-Werkzeuge zurückgeben, landen jetzt zusätzlich in einer Datei, sodass Bash und Read sie öffnen können. /context zählt endlich die Anweisungen der MCP-Server mit und zeigt sie als eigene Zeile. Die Werkzeugliste in /mcp zeigt mehr auf einmal, scrollt mit Maus und Seitentasten und markiert mit einem Warnzeichen, was deine Organisation gesperrt hat. /tasks bekommt Statussymbole und Paginierung, und ein gutes Dutzend weiterer Listen reagiert auf Mausrad und Klick. Der Kompaktierungs-Spinner zählt jetzt die Tokens der Zusammenfassung, während sie entsteht, statt einen Prozentbalken zu zeigen.
Dazu kommt eine lange Reihe von Plugin-Korrekturen. claude plugin validate lässt keine Namen mehr durch, die Claude Code gar nicht installieren kann, und claude plugin uninstall erwischt nicht mehr das falsche von zwei Plugins, deren IDs sich nur in der Groß- und Kleinschreibung unterscheiden.
Nach dem Fehlerrelease kommt das Aufräumen an der Konfiguration
Der Vorgänger 2.1.282 hat vier Lecks gestopft, durch die Extended Thinking verschwand. Diese Version macht etwas anderes: Sie greift die Dateien an, die du selbst geschrieben hast. prompt-audit ist das erste Werkzeug, das offen einräumt, dass Prompts altern — dass eine Anweisung, die Sonnet 4 brauchte, bei Opus 5.5 im Weg stehen kann. Wer eine CLAUDE.md seit dem Frühjahr mitschleppt, sollte den Befehl einmal laufen lassen. Rechne damit, dass er etwas findet.
Quellen: