Claude Code

Claude Code 2.1.293 bringt Haiku 5.5 und schließt ein Speicherleck bei HTTP-MCP

3 Min. Lesezeit KI-generiert

In /model ließ sich der Effort mit den Pfeiltasten über die höchste Stufe hinausdrehen – und dabei versehentlich Low als Standard speichern.

Featured image for "Claude Code 2.1.293 bringt Haiku 5.5 und schließt ein Speicherleck bei HTTP-MCP"

2.1.293 landete am 7. Oktober um 17:18 UTC in der npm-Registry, etwa 40 Minuten vor der Haiku-5.5-Ankündigung. Das Release ist lang, aber fast ausschließlich Fehlerbehebung: drei neue Dinge, über dreißig Fixes.

Haiku 5.5 ist jetzt das Standard-Haiku

Claude Code kennt Claude Haiku 5.5 unter claude-haiku-5-5 und setzt es als Standard-Haiku auf der Anthropic API. Der Changelog nennt die Preise direkt mit: 0,10 Dollar Input und 0,50 Output pro Million Token, bei Prompts über 100.000 Token 0,50 und 2,50. Kontext: 1 Million Token.

Dazu zwei Kleinigkeiten für Werkzeugbauer. subagentStatusLine bekommt ein Feld agentType, damit ein Skript eigene Subagenten-Typen unterscheiden kann. Und $.tool.register kennt für Mods ein isDeferred: steht es auf false, liegt das Tool-Schema von Anfang an im Prompt, statt hinter der Tool-Suche zu warten.

Das Speicherleck und die ignorierten Projektregeln

Zwei Behebungen fallen aus der Reihe.

Die erste: Eine HTTP-MCP-Verbindung hat jede Anfrage, die sie gesendet hatte, bis zum Schließen behalten. Bei einer langen Session mit einem MCP-Server über HTTP wächst das stetig.

Die zweite betrifft, was Claude über das Projekt weiß. Path-scoped Rules und verschachtelte CLAUDE.md-Dateien wurden nicht geladen, wenn Claude eine Datei mit cat, head, tail, sed -n oder grep im Bash-Tool ansieht statt mit dem Read-Tool. Wer seine Regeln nach Verzeichnis sortiert hat, konnte sie also umgehen, ohne es zu merken – einfach dadurch, wie die Datei gelesen wurde.

Dazu kommt ein Fix am Kontext-Verhalten: Claude hat seine eigenen letzten Aktionen vor einer Kompaktierung danach manchmal für abgeschlossen gehalten und fertige Arbeit zurückgenommen oder doppelt gemacht.

Die übliche Liste an Oberflächen-Fehlern

Der Rest ist Kleinarbeit, aber viel davon. Eine Auswahl:

  • Eine Nachricht, die man abschickte, während Claude arbeitete, ging verloren, wenn ← die Session in den Hintergrund schob. Jetzt bleibt die Session stehen und sagt es.
  • /model ließ sich mit den Pfeiltasten über die höchste oder niedrigste Effort-Stufe hinausdrehen, wodurch man versehentlich Low als Standard speichern konnte.
  • /tui hat Claude in Chrome in einer mit --chrome gestarteten Session getrennt und --no-chrome ignoriert.
  • claude logs, stop, kill, rm und claude daemon status, stop, uninstall haben einen gelegentlich abgemeldet, wenn das Login abgelaufen war oder kurz davor stand.
  • claude purge brach still ab (Exit 0 oder Hänger), wenn eine Datei nicht gelöscht werden konnte. Jetzt löscht es den Rest, listet die Reste auf und endet mit 1.
  • claude plugin eval hat auf Macs mit Docker Desktop jeden Bash-Lauf verweigert, wegen Links unter ~/.docker/bin.
  • Subagenten und --agent-Sessions bekamen gesagt, ein eingebautes Tool sei für die ganze Session abgeschaltet, obwohl nur ihre eigene Tool-Liste es ausließ.

Die Desktop-App hat dazu v2.26454.2 bekommen, auch am 7. Oktober, mit Claude Code 2.1.293 im Bündel und ohne eigene Änderungen für Nutzer.

Ein Fix, der mehr wert ist als das neue Modell

Das Haiku-5.5-Modell ist die Schlagzeile. Der Fund des Tages ist die Sache mit den path-scoped Rules.

Wer CLAUDE.md-Dateien nach Unterverzeichnissen anlegt, baut damit Grenzen: Hier gelten diese Konventionen, dort andere. Dass diese Grenzen nicht griffen, sobald Claude eine Datei mit grep ansieht statt mit dem Read-Tool, ist genau die Art Lücke, die niemand bemerkt – weil nichts bricht. Es werden nur stillschweigend die falschen Regeln angewandt. Wenn dir in den letzten Wochen aufgefallen ist, dass Claude deine Verzeichnis-Konventionen mal kennt und mal nicht: Das war das.

Quellen

Claude CodeAnthropicReleasesMCPMods