Zwischen zwei Versionen lagen diesmal fünf Stunden. 2.1.275 kam gestern Abend um 20:20 UTC, 2.1.276 heute Nacht um 01:39 UTC – und die zweite existiert nur, weil die erste einen Fehler mitgebracht hat.
Betroffen sind alle, die ANTHROPIC_BASE_URL auf einen Proxy oder ein Gateway zeigen lassen. Bei denen scheiterte jede Anfrage mit 400 … Input tag 'advisor_20260301'. Nicht manche Anfragen, alle. Wer gestern Abend aktualisiert hat und in einem Unternehmensnetz sitzt, hatte für ein paar Stunden ein totes Werkzeug.
Dein Konto bringt seine Skills mit
Die interessanteste Neuerung in 2.1.275 ist eine, die man leicht überliest: Skills und Plugins, die in deinem claude.ai-Konto aktiviert sind, werden jetzt in Terminal-Sitzungen synchronisiert, die mit demselben Konto angemeldet sind. Du richtest also einmal in der App ein, was Claude können soll, und findest es im Terminal wieder.
Wer das nicht will, setzt syncClaudeAiSkills: false und syncClaudeAiPlugins: false. Zwei getrennte Schalter, und beide muss man kennen.
Dazu passt /plugin install <plugin> --marketplace <quelle>: Der Befehl bietet an, den Marktplatz gleich mit hinzuzufügen, statt dich vorher in eine zweite Zeile zu schicken. Beim Anmelden über ein Claude-Apps-Gateway zeigt Claude Code jetzt das Konto, das das Gateway nennt, und lässt dich bestätigen, bevor der Zugang gespeichert wird. /status zeigt es danach an.
Strg+Enter schickt alles auf einmal
Es gibt eine Taste, die den laufenden Zug unterbricht und alle gesammelten Nachrichten sofort abschickt: Strg+Enter, alternativ Strg+X Strg+S. Gesendete und wartende Nachrichten stehen grau da, bis das Modell sie hat. Klingt nach Kleinkram, ändert aber die Art, wie man während einer langen Antwort nachschiebt.
Dazu ein Fund, der über Bequemlichkeit hinausgeht: In Plugin-Meldungen, Logs und der Ausgabe von claude plugin marketplace list konnten Passwörter und Tokens auftauchen, die in einer Git-, SSH- oder Marktplatz-URL stecken. Das ist behoben. Wenn du solche Logs irgendwo weitergereicht hast, lohnt ein Blick.
Die Liste der Abstürze ist lang
Der Rest von 2.1.275 sind gut dreißig Reparaturen, und auffällig viele davon betreffen kaputte Sitzungsdaten. Sitzungen ließen sich nicht fortsetzen, wenn im gespeicherten Verlauf ein fehlerhafter Eintrag stand – bei Task-Erinnerungen, bei @-Dateianhängen, bei einzelnen Nachrichtenblöcken. Alle drei Fälle sind jetzt abgefangen.
Dazu: /rewind stellte in geforkten und Hintergrund-Sitzungen gelegentlich eine mit Nullen gefüllte oder abgeschnittene Datei wieder her. Sandbox-Bash meldete unter Linux mit zsh Exit-Code 0 für fehlgeschlagene Befehle. Und SubagentStop-Hooks mit einem bestimmten matcher feuerten bei jedem Subagenten, dessen Typ leer war.
Tägliche Releases zahlt jemand
Am 2.1.274 von vorgestern fiel schon auf, wie schnell die Versionen aufeinander folgen. Heute sieht man den Preis: Ein Release am Abend, ein Notfall-Release in der Nacht, dazwischen ein Werkzeug, das für eine ganze Nutzergruppe nicht startet.
Der npm-Kanal stable steht übrigens weiter auf 2.1.267, während latest und next bei 2.1.276 sind. Wer nicht jeden Abend Versuchskaninchen sein will, weiß jetzt, wo der Unterschied liegt.
Quellen: