Claude Code

Claude Code 2.1.269: Plugins bekommen eine Bewertung, und Bash zeigt endlich den Diff

4 Min. Lesezeit KI-generiert

'claude plugin eval' lässt eine Eval-Suite gegen Claude Code laufen und gibt Punkte aus. Dazu ein Diff der Dateien, die ein Bash-Befehl verändert hat, zwei reparierte Prompt-Cache-Lecks und ein Ausrufezeichen, das bisher zu weit reichte.

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Nach dem Buchhaltungs-Release 2.1.268 kommt einen Tag später eins für Leute, die etwas bauen. Die Liste ist lang, aber drei Sachen stechen raus.

Plugins lassen sich jetzt messen

claude plugin eval führt die Eval-Suite eines Plugins gegen Claude Code aus und liefert bewertete, reproduzierbare Ergebnisse – als JSON und als HTML-Report. claude plugin eval --help zeigt, wie das aufgebaut ist.

Das ist der Teil, der mir am wichtigsten erscheint. Seit es Plugins und Skills gibt, ist die ehrliche Antwort auf „funktioniert das eigentlich?” meistens: Gefühl. Man probiert drei Prompts aus, es sieht gut aus, fertig. Ein reproduzierbarer Score ändert daran erstmal nichts an der Qualität der Plugins, aber er macht Behauptungen überprüfbar. Zusammen mit dem /skill-doctor-Report aus 2.1.261 entsteht da langsam ein Werkzeugkasten, mit dem sich eine Plugin-Sammlung bewerten lässt, statt sie nur zu sammeln.

Bash zeigt, was es angefasst hat

Wenn das Bash-Tool Dateiänderungen übernimmt, steht im Ergebnis jetzt ein Diff der veränderten Dateien. Gesteuert über die Einstellung bashEditDiffEnabled.

Klingt klein, ist es nicht. Ein sed -i im Bash-Tool war bisher eine Blackbox: Claude sagt „erledigt”, und du siehst erst beim nächsten git diff, was tatsächlich passiert ist. Wer in Auto-Mode arbeitet, bekommt damit die Kontrolle zurück, die Edit und Write längst haben.

Dazu passend: /output-style [name] listet und wechselt Output-Styles, und zwar auch über Remote Control und in Cloud- oder Headless-Sitzungen. Und die Spinner-Tipps schlagen jetzt /focus vor – eine Ansicht mit nur deinem Prompt, einer Zeile Arbeitszusammenfassung und der Antwort.

Zwei Prompt-Cache-Lecks weniger

Das dritte Thema ist die Fortsetzung der letzten Releases. Zwei Fälle, in denen der Cache still Geld gekostet hat, sind repariert:

  • Wurde eine Antwort am Output-Token-Limit abgeschnitten und automatisch fortgesetzt, war im Turn danach der Cache teilweise ungültig.
  • Hat man Claude mitten im Denken unterbrochen und die Sitzung später fortgesetzt, konnte sich ändern, wie der frühere Kontext erneut gesendet wurde. Ergebnis: schlechtere Cache-Wiederverwendung.

In Cloud-Sitzungen wartet Claude Code vor der ersten Anfrage außerdem kurz auf die Serverkonfiguration, weil sonst der erste Treffer danebenging.

Berechtigungen: das Ausrufezeichen reicht nicht mehr über die Grenze

Eine Deny- oder Ask-Regel, die mit ! beginnt, galt bisher über die Einstellungsquelle hinaus, in der sie stand. Jetzt wirkt sie nur noch innerhalb ihrer eigenen Quelle, und ein nacktes ! als Negation wird ignoriert. Wer solche Regeln in .claude/settings.json liegen hat, sollte einmal nachsehen, ob sie noch das tun, was sie sollen.

Ebenfalls dicht: Edit-Deny-Regeln und die Schreibpfad-Prüfung greifen jetzt auch für die Datei, die ein tee im Bash-Tool schreibt. Eine Bash(tee:*)-Allow-Regel deckt keine Ziele außerhalb der Arbeitsverzeichnisse mehr ab. Und Plugin-Archive, die für eine Sitzung entpackt wurden, waren für andere lokale Nutzer lesbar, behielten world-writable-Bits aus dem Archiv und überlebten als alte Dateien die Neuentpackung. Alle drei sind weg.

Kleinkram, der trotzdem nervt

/goal blieb nach API-Fehlern, Netzabbrüchen oder Token-Limits still stehen. Jetzt versucht es mit Backoff erneut oder pausiert und sagt, warum – bis hin zum Hinweis, wann das Nutzungslimit zurückgesetzt wird. /btw hat manchmal Tool-Aufrufe samt Ausgabe erfunden; die Nebenfrage weiß jetzt, dass sie das nicht darf, und was trotzdem auftaucht, wird als nicht ausgeführt markiert. Der Git-Status, den Claude nach einer Kompaktierung genannt bekommt, ist jetzt der aktuelle statt der vom Sitzungsbeginn.

Für Fan-outs gibt es CLAUDE_CODE_WORKFLOW_MAX_CONCURRENT_AGENTS (1 bis 256), um das Agentenlimit pro Workflow-Lauf anzuheben. Und CMYK-JPEGs lassen sich endlich anhängen, statt mit „cannot decode” abzuprallen.

VS Code bekommt drei Dialoge

In der Erweiterung gibt es jetzt eine Agenten-Karte: Ein Footer-Pill mit „N agents” öffnet eine Übersicht der Sub-Agenten der Sitzung, mit Karte pro Agent, Stop-Knopf und Transkript zum Mitlesen. Dazu ein Hooks-Dialog und ein Dialog für Berechtigungsregeln, beide mit Anlegen, Bearbeiten und Löschen in User-, Projekt- und Local-Einstellungen. Verwaltete Regeln, Plugin-Regeln und Sitzungsregeln bleiben schreibgeschützt.

Auf claude.ai/code kann man eine eingereihte Nachricht zurückholen, bevor Claude sie liest. Und zwei Fehler bei geplanten Läufen sind behoben: Einmalige Routinen liefen nach einem kurzen Serverfehler gelegentlich ein zweites Mal, und Läufe mit Subagenten galten manchmal zu früh als fertig – was den Retry nach einem echten Fehler übersprang oder einen doppelten Lauf startete.

Einordnung

Drei Releases hintereinander mit Cache- und Berechtigungsarbeit, und jetzt ein Werkzeug, mit dem man Plugins prüfen kann. Das Muster ist erkennbar: Das Feature-Bauen der letzten Monate wird gerade eingeholt vom Aufräumen. Für eine Codebasis, die jeden Tag ein Release ausliefert, ist das die bessere Nachricht als jedes neue Kommando.

Quellen: Claude Code Changelog, Claude Code Release v2.1.269

Claude CodeReleaseAnthropicPlugins