Zwei Tage nach dem Doppelpack 2.1.265/266 kommt 2.1.267 – und ist noch länger. Über fünfzig Zeilen. Neu ist wenig, aufgeräumt wird viel.
Die zwei neuen Sachen
maxEffortLevel deckelt die Denkstufe. Entweder global oder pro Modell unter modelSettings. Der Deckel gilt bei allen Anbietern, Bedrock, Vertex und Foundry eingeschlossen. Nach unten darf jeder weiterhin selbst wählen. Das ist ein Kostenhebel für Admins, kein Feature für Einzelentwickler – und passt zu dem, was ich beim letzten Release schon geschrieben hatte: Die Arbeit fließt gerade in Team-Infrastruktur.
--system-prompt-snapshot off rendert den System-Prompt bei jedem Request neu, statt den aufgezeichneten aus der Konversation wiederzuverwenden. Nützlich, wenn du am Prompt-Text selbst schraubst und nicht bei jeder Änderung eine neue Sitzung starten willst.
Der Cache, schon wieder
Gefühlt die Hälfte des Changelogs dreht sich um Prompt-Cache-Treffer. Ein paar Beispiele:
- Ein MCP-Server, der ein bereits geladenes Tool erneut schickt, hat früheres Reasoning verworfen. Genauso ein Tool, das mitten im Gespräch verschwindet, weil ein MCP-Server abreißt oder ein Upgrade läuft.
/modelhat beim Modellwechsel sämtliche Tool-Definitionen neu geschickt. Ein garantierter Cache-Miss. Der Attributionstext für Commits und PRs kommt jetzt als Konversationsnotiz, die sich bei Modellwechseln aktualisiert.- Wiederaufgenommene Sitzungen haben frühere MCP-Ankündigungen umgeschrieben und dabei Extended Thinking verloren.
- Wird eine
-p-Konversation interaktiv fortgesetzt, bleibt das System-Prompt-Präfix jetzt stehen. - Ein Hintergrund-Worker hat mitten in der Sitzung
EnterWorktreein den Tool-Block der Konversation geschoben.
Das ist der zweite Release in Folge, in dem dieser Block auftaucht. Offenbar hat jemand bei Anthropic systematisch nachgesehen, an welchen Stellen der Cache bricht – und ist fündig geworden.
Sicherheit, zweimal fail-closed
Ein Marketplace-Eintrag, dessen Pfad einen Backslash enthielt, konnte auf macOS und Linux die Containment-Prüfung umgehen. Behoben.
Und die verwalteten Listen allowedHttpHookUrls, httpHookAllowedEnvVars und allowedChannelPlugins erlauben jetzt nichts mehr, wenn sie nicht lesbar sind – vorher erlaubten sie alles. Beide Fixes gehen in dieselbe Richtung: Im Zweifel dicht.
Kleinkram, der auffällt
Große Sitzungen mit über 5 MB Transkript verlieren beim Fortsetzen keine parallelen Tool-Aufrufe und keine Hook-Ausgabe mehr. /context war auf mobilen Clients leer. claude remote-control ist nach etwa dreißig Tagen gestorben, weil die Server-Credentials abliefen – jetzt registriert sich der Host neu und läuft weiter. Und effort: im Frontmatter von Commands, Skills und Subagenten wurde bei Modellen mit fest gepinntem Default ignoriert, also bei Opus 4.7, Opus 4.8 und Fable 5.
Für Cowork gibt es einen eigenen Fix: Geplante Aufgaben in der Cloud scheiterten beim Start, wenn die verwalteten Einstellungen der Organisation Sandboxing vorschreiben.
Dazu ein Stapel VS-Code-Reparaturen, darunter ein Extension-Host, der bei zyklischen Eltern-Verweisen im Transkript auf 100 Prozent CPU ging.
Einordnung
Ein Changelog dieser Länge ohne echtes neues Feature ist ein gutes Zeichen. Cache-Treffer und fail-closed-Verhalten sieht man nicht, man merkt sie nur an der Rechnung und daran, dass nichts passiert. Wenn dir lange Sitzungen zuletzt teurer vorkamen als früher: Update.
Quellen: Claude Code Changelog