Der Release-Takt bei Claude Code bleibt hoch. Nach der 2.1.224 mit den selbst-gehosteten Umgebungen kommen jetzt gleich zwei neue Versionen hinterher — und die 2.1.225 hat mehr im Gepäck, als die schlichte Versionsnummer vermuten lässt.
Ausgabenlimits, die wirklich etwas sagen
Das Highlight der 2.1.225: Gateway-Ausgabenlimits sind jetzt in die Usage-Warnung eingebaut. Wenn du an dein Limit stößt, nennt dir die Meldung nicht mehr nur ein trockenes «Limit erreicht», sondern das konkrete Cap, wann es zurückgesetzt wird und dazu die Nachricht deines Betreibers. Voraussetzung ist, dass das Gateway selbst auf 2.1.225 läuft. Für Teams, die Claude Code über ein zentrales Gateway steuern, ist das ein spürbarer Komfortgewinn.
Dazu kommt ein Workspace-Trust-Prompt für claude agents. Öffnest du damit ein nicht vertrauenswürdiges Verzeichnis, fragt Claude Code jetzt nach — genau wie es der normale claude-Befehl schon länger tut. Eine kleine, aber konsequente Absicherung.
Die Fixes, die den Alltag retten
Der Rest der 2.1.225 ist eine lange Liste an Reparaturen, und einige davon dürften manchem den Tag gerettet haben:
- Ein flüchtiger 401-Fehler hat ein langlebiges
CLAUDE_CODE_OAUTH_TOKENdurch ein kurzlebiges Login-Token ersetzt — und damit Headless-Sessions bis zum Neustart lahmgelegt. Behoben. - MCP-OAuth-Server auf macOS scheiterten manchmal mit einer 401-Salve, als wären sie nie authentifiziert — Ursache war ein Timeout beim Keychain-Lesen. Behoben.
- Auto Mode zählte die Sicherheitsfilter-Ablehnung seiner eigenen Prüfung fälschlich gegen das Block-Limit. Die Aktion bleibt zwar verboten, aber Claude wird jetzt gesagt, es solle weitermachen, statt stur zu wiederholen.
- Cross-Session-Nachrichten hingen in Headless-Sessions ohne Hinweis und ohne Ablauf fest.
- Und die Conversation-History brach beim Remote-Control-Resume, wenn zuvor sehr große Verläufe kompaktiert wurden.
Obendrauf kann SendMessage jetzt eine Unterhaltung mit deinen Remote-Control-Sessions auf anderen Maschinen direkt per Name starten — statt erst warten zu müssen, bis die andere Seite dich anschreibt.
Die 2.1.226 ist dagegen ein klassisches Aufräum-Release: «Bug fixes and reliability improvements», mehr steht nicht im Changelog.
Meine Einordnung
Solche Releases sind unspektakulär — und genau das ist der Punkt. Kein großes Feature-Feuerwerk, sondern hunderte Kleinigkeiten, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen. Der Trust-Prompt für claude agents und die Gateway-Limits zeigen, wohin die Reise geht: Claude Code wird immer mehr zur Infrastruktur, die Teams zentral steuern und absichern wollen. Und wer je eine Headless-Session wegen eines Token-Fehlers verloren hat, weiß solche stillen Fixes zu schätzen.