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China nennt die Warnungen der KI-Chefs Angstmacherei

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Am Wochenende hat Xi Jinping beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi angekündigt, China werde die KI-Zusammenarbeit unter Entwicklungsländern voranbringen. Der Minister für Staatssicherheit meldete sich am Sonntag zu Wort.

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Pekings Antwort auf Amodeis Vorschlag zum Drosseln des Entwicklungstempos kam am Montag aus dem Außenministerium und fiel knapp aus. „Angstmacherei, Konfrontation, Wettbewerb werden den Prozess der globalen KI-Governance nur stören“, sagte Sprecher Guo Jiakun laut einer von Reuters veröffentlichten englischen Übersetzung. Gefragt worden war er nach Amodei, Sam Altman und Elon Musk.

Der Geheimdienstminister schreibt über KI

Einen Tag früher hatte Chen Yixin, Chinas Minister für Staatssicherheit, einen Artikel veröffentlicht. Darin fordert er, den Aufbau eines Systems zur Vorbeugung und Kontrolle von KI-Sicherheitsrisiken zu beschleunigen.

KI sei „das Hauptschlachtfeld des globalen Technologiewettbewerbs und eine neue Arena der strategischen Rivalität zwischen Großmächten“, schreibt er. Nötig sei eine „gesunde und geordnete“ Entwicklung der Technologie. Zwei Stimmen aus Peking also, zwei Tonlagen: Das Außenministerium weist die Warnungen zurück, der Sicherheitsapparat will aufrüsten.

Die Global Times, staatlich, wurde deutlicher. Amodeis Vorschläge zielten darauf, „Chinas legitime Entwicklung in der KI als Bedrohung darzustellen und die Konfrontation zwischen China und den USA in diesem Feld weiter anzuheizen“.

Was Amodei selbst dazu geschrieben hat

Der Punkt ist heikel, weil Amodei ihn in seinem Aufsatz selbst aufgemacht hat. Die Drosselung sei durch den Vorsprung begrenzt, den US-Firmen gegenüber „autoritären Regimen, vor allem der Kommunistischen Partei Chinas“ haben: Bremse man stärker als diesen Abstand, zögen ungebremste CCP-Projekte vorbei – mit erheblichem Risiko für die nationale Sicherheit.

Am Sonntag nannte er das bei CBS’ „Sunday Morning“ das schwierigste Dilemma seines Vorschlags. Langfristig müsse man zusammenarbeiten, um dem Fortschrittstempo ein Limit zu setzen. „Ich glaube, das wird sehr schwierig, weil die Anreize, vorne zu bleiben, und der militärische Vorteil daraus so groß sind. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob es möglich ist, aber wir sollten es versuchen.“

Sechs bis neun Monate

Helen Toner, Direktorin des Georgetown Center for Security and Emerging Technology und früheres OpenAI-Boardmitglied, hat bei CNBCs „Squawk Box“ die Größenordnung genannt: Die besten Schätzungen sähen Chinas Spitzenmodelle etwa sechs bis neun Monate hinter den besten US-Modellen.

„Wenn das bedeutet, dass wir bremsen und sie einfach vorbeiziehen, weil sie ziemlich dicht dran sind, dann ist das ein Problem“, sagte Toner. Sie hängte allerdings eine Einschränkung an: Es sei nicht klar, wie viel der chinesischen Fortschritte schnelles Nachbauen ist. Bremst die US-Spitze, bremst China vielleicht mit.

Amodeis Plan hängt an einer Zahl, die niemand kennt

Genau daran entscheidet sich der Vorschlag. Wenn chinesische Labore eigenständig forschen, ist jede Bremse in den USA ein Vorsprungverlust. Wenn sie überwiegend nachziehen, kostet Bremsen fast nichts – dann sinkt das Tempo auf beiden Seiten.

Toner sagt offen, dass sie es nicht weiß. Amodei sagt, er weiß es auch nicht. Und der Vorschlag, den beide diskutieren, definiert die erlaubte Drosselung ausgerechnet über diesen Abstand. Das ist keine Kleinigkeit, sondern die zentrale Größe des Plans – geschätzt aus Benchmarks, nicht gemessen.


Quellen:

AnthropicPolitikChina