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Washingtons Antwort auf das Tempolimit: erst mal nein

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Trump, Speaker Johnson und David Sacks haben sich zu Amodeis Bremsplan geäußert. Quer durch die Lager dieselbe Botschaft: Bremst selbst, wenn ihr wollt, aber ein Gesetz dafür schreibt euch hier niemand.

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Gestern hat Dario Amodei seinen Plan vorgelegt, heute hat Washington geantwortet. Kurzfassung: Macht doch, aber ohne uns.

Trump

Der Präsident wurde auf die Rufe nach einer Verlangsamung angesprochen und wiegelte ab. «Whoever wins with AI wins», sagte er, den Vorsprung vor China wolle er behalten. Zu den Warnungen aus der Branche nur so viel: «I think you have a lot of negative forces that are bringing it up … shouldn’t be bringing it up.» Kevin Hassett, Direktor des Wirtschaftsrats im Weißen Haus, kündigte für diese Woche Gespräche an.

Speaker Johnson

Mike Johnson sagte bei CNN, der Kongress werde hier nicht vorangehen. Man solle «resist Congress jumping in and imposing some sort of emergency moratorium». Am Zug seien die Firmen, die hätten «a corporate responsibility to make sure your products are safe». Der Kongress sei ohnehin weniger qualifiziert als die Leute in den Laboren. Sein Gegenvorschlag ist ein Treffen mit Trump, Abgeordneten und den Chefs der KI-Firmen. Kein Gesetz. Auch er nennt China.

Bemerkenswert ist das, weil Demokraten im Repräsentantenhaus vor zwei Tagen verlangt hatten, die Sitzungspause abzusagen und Schutzregeln zu verabschieden.

David Sacks

Am deutlichsten wurde David Sacks, Vorsitzender des PCAST. Sein Satz des Tages: «The easiest way not to build superintelligence is for you to agree not to build it.» Anthropic und OpenAI könnten jederzeit langsamer machen, dafür brauche es niemandes Erlaubnis.

Was er ablehnt, ist der Preis. Keine kartellrechtliche Ausnahme, damit sich die Labore über Sicherheit abstimmen dürfen, das wäre für ihn ein Kartell. Und kein Zulassungsverfahren, das an die Stelle der Produkthaftung tritt. Wer Cyberangriffe ermöglicht, werde verklagt, und das reiche als Anreiz. Nebenbei zweifelt er an der Unabhängigkeit von METR, ausgerechnet dem Prüfer, den Anthropic sich ins Haus holen will: zu viele Verbindungen zu Investoren und Personal.

Und die andere Seite?

Klingt anders, läuft aber auch nicht auf ein Gesetz hinaus. Obama sagte bei einer Spendenveranstaltung der Demokraten im Gespräch mit Hakeem Jeffries, seine Partei müsse KI zu einem ihrer zentralen Themen machen und «a very clear plan» haben. «This is something that is moving very fast in private hands, and if we don’t get on top of it, I think can be dangerous.» Zugleich: «I genuinely think it’s going to accelerate, for example, drug development in ways that can help us cure diseases.» Einen Rahmen dafür will er, sobald die Demokraten die Mehrheit im Haus zurückhaben. Also frühestens nächstes Jahr.

Warum ich das lese

Amodeis Plan hat drei Stufen, und die zweite und dritte hängen an der Politik. Stufe eins, fremde Prüfer im eigenen Haus, macht Anthropic allein, die läuft. Für Stufe zwei braucht es mindestens eine kartellrechtliche Ausnahme, und genau die hat Sacks heute abgeräumt.

Aus der Branche kommt derweil weiter Zustimmung: Nach Altman und Musk hat sich am Wochenende auch Demis Hassabis hinter Amodei gestellt. Nur ändert das nichts an der Rechnung. Bleibt die unbequeme Lesart, die Sacks selbst liefert: Wer bremsen will, kann bremsen. Alles darüber hinaus ist eine Bitte um Regeln, die gerade niemand schreiben will.

Quellen:

AnthropicRegulierungPolitikDario Amodei