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Altman bei Decoded: 'Die Welt sollte akzeptieren, dass einige schlimme Dinge passieren'

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Anthropic hat auf Nachfrage mit einem Satz geantwortet – und sonst nur auf einen Wortwechsel verwiesen, den Amodei im August mit einem Investmentmanager hatte.

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Sam Altman hat am Sonntagabend in einem Interview für die erste Ausgabe von Decoded by POLITICO gesagt, wo er den Unterschied zwischen OpenAI und Anthropic sieht. Gefragt, wo er von Anthropic und Dario Amodei abweiche, antwortete er: „we believe that the world should accept some bad things happening for the benefits of this technology and people having the agency.” Den Abstand selbst beschrieb er kurz davor so: „I think there’s a lot of daylight.”

Wo Altman die Trennlinie zieht

Altman griff dafür einen Vorwurf auf, den Technologieberater aus Trumps Umfeld gegen Anthropic erheben: regulatory capture. Seine Fassung davon: „I disagree, but I understand the perspective of people who are like, ‘This technology is going to get so powerful, and it’s so dangerous, that a single lab in San Francisco should have it and make sure nothing bad happens, and kind of figure out how to dole out the benefits.’” Das sei ein „completely unacceptable trade-off”.

Dann der Satz, der überall zitiert wird: „I wouldn’t take a trade of saying, ‘We’ll make sure there’s no major hacks, there’s no misuse of this technology, there’s zero scams, there’s zero all the other bad things that will happen.’ Because I think people will do tremendously — orders of magnitude more — good stuff than bad stuff.”

Eine Grenze zog er selbst. Die „really catastrophic risks” akzeptiere er nicht, ausdrücklich auch nicht „a serious loss of control to AI”.

Anthropic antwortet in einem Satz

POLITICO hat Anthropic um eine Reaktion gebeten. Ein Sprecher sagte, die regulatorischen Vorschläge des Unternehmens gelten „only to frontier models”. Dazu verwies Anthropic auf einen Wortwechsel, den Amodei im August mit einem Investmentmanager hatte: „Anthropic has always made its policy proposals very carefully. We try very hard to make proposals that disadvantage (slow down) frontier AI companies while advantaging smaller competitors.”

Das war alles. Kein Widerspruch zu Altmans Risikorechnung, nur eine Klarstellung zum Geltungsbereich.

Die Positionen rücken zusammen, die Rhetorik nicht

Spannend ist, was POLITICO neben das Zitat stellt. Altman stimmt Amodeis Forderung vom September zu, die Entwicklung der stärksten Modelle zu bremsen. OpenAI hat sich hinter Gesetze einzelner Bundesstaaten gestellt, die strengere Sicherheitsanforderungen enthalten als alles, was die Firma vorher unterstützt hat. Und OpenAI-Lobbyisten haben einen überparteilichen Vorschlag aus dem Repräsentantenhaus befürwortet, der große KI-Firmen verpflichten würde, externe Sicherheitsprüfer einzubinden.

Inhaltlich ist der Abstand also geschrumpft, während Altman ihn im Interview betont. Das passt zu dem Bild von Ende September: Trump blieb beim Abendessen mit Amodei bei seinem Nein zur gesetzlichen Bremse, und wenige Tage später stand Amodeis Name trotzdem unter dem freiwilligen Abkommen im Weißen Haus. Wer in Washington gerade gehört werden will, muss offenbar beides können: zustimmen und sich abgrenzen.

Das Interview ging noch weiter. Trumps Umbenennung von KI in „super intelligence”, die Serie autonomer Hacks durch OpenAI-Modelle und die Haftungsfrage dahinter, das Geld der Branche in der US-Politik, der Einfluss effektiver Altruisten bei OpenAI. Erschienen ist es in der Montagsausgabe von Decoded und im dazugehörigen Podcast.

Quellen:

AnthropicOpenAIRegulierungSam AltmanDario Amodei