Google hat in dieser Woche ein Hilfe-Dokument aktualisiert, und daraus geht hervor: Ab dem 9. Oktober haben Gemini-Nutzer ohne Abo nur noch Zugriff auf 3.5 Flash-Lite. 3.6 Flash und 3.1 Pro fallen für sie weg. Gemeldet haben es 9to5Google am Freitag und Android Headlines am selben Tag, beide mit Verweis auf Googles Support-Seite.
Wer ab dem 9. Oktober was bekommt
Die Tabelle ist kurz:
| Stufe | Flash-Lite | Flash | Pro |
|---|---|---|---|
| ohne Abo | ja | nein | nein |
| AI Plus (4,99 $) | ja | ja | nein |
| AI Pro (19,99 $) | ja | ja | ja |
| AI Ultra | ja | ja | ja |
AI-Plus-Kunden verlieren also Pro. Laut Google bekommen sie eine E-Mail, die ihnen sagt, wann es bei ihnen greift. Nach unten korrigiert wird bei AI Pro und Ultra nichts – im Gegenteil: AI Pro für 19,99 Dollar bekommt Deep Think dazu, die Option für „maximum parallel reasoning”, die bisher den Stufen für 99,99 und 199,99 Dollar vorbehalten war.
Zusätzlich soll die Gemini-App im Oktober drei Stufen für den Rechenaufwand bekommen: low, medium, high, für jedes verfügbare Modell. Heute gibt es dort nur den Schalter „Extended thinking”. Die drei Stufen entsprechen dem, was in Google AI Studio und Antigravity schon vorhanden ist.
Argon ist in der Tabelle nicht vorgesehen
Auffällig ist, was fehlt. Google hat Gemini 4 Argon vergangene Woche als neues Frontier-Modell vorgestellt und zuerst für AI-Ultra-Kunden freigegeben. Ob Argon in dieser Tabelle als Pro-Modell gilt oder eine eigene Zeile darüber bekommt, hat Google bisher nicht gesagt. Solange das offen ist, heißt „Pro” für AI-Pro-Kunden weiterhin 3.1 Pro.
Das Gratis-Niveau ist jetzt ein Argument im Abo-Vergleich
Mich interessiert daran weniger Google als die Linie, die hier gezogen wird. Bisher war die Frage bei Gratis-Stufen, wie viele Nachrichten man schickt. Jetzt ist es die Frage, welches Modell überhaupt antwortet – und zwar dauerhaft, nicht nur bis zum Tageslimit.
Für den Vergleich mit Claude ist das ein handfester Punkt. Wer die kostenlose Gemini-App als Referenz benutzt, redet ab dem 9. Oktober mit dem kleinsten Modell der Familie. Was davon an Eindruck bleibt, hat mit dem, was Argon kann, nichts zu tun. Und die Stufe für 4,99 Dollar, die als günstiger Einstieg gedacht war, rutscht mit dem Verlust von Pro auf die Rolle eines besseren Gratis-Zugangs.
Quellen: