Anthropic & Claude

Replit und Anthropic: Amjad Masad erklärt die Zusammenarbeit für beendet, Insider widersprechen

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Noch Ende September nennt ein Replit-Blogbeitrag Claude Fable 5 und 5.1 als Modelle in der Produktionsumgebung des Agents.

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Auf der Bühne der TechCrunch Disrupt hat Replit-Chef Amjad Masad am 16. Oktober gesagt, seine Firma arbeite nicht mehr mit Anthropic zusammen. Replit gehört zu den bekanntesten Plattformen fürs Bauen von Apps im Browser und hat sein Wachstum der letzten Jahre zu einem guten Teil auf Claude-Modellen aufgebaut.

Kosten, Partnerschaft, Leistung

Masad nennt drei Gründe und packt sie in einen Satz: „It was a decision based on both cost, partnership, and performance.“ Davor sagt er den Satz, der die Runde macht: „I think ChatGPT is better now.“

Belegen will er das mit Messungen. Replit nutzt einen internen Benchmark und veröffentlicht zusätzlich einen offenen. Auf beiden schneiden Sol und Astra beim Bauen von Anwendungen aus dem Nichts besser ab, sagt Masad. Eine Partnerschaft mit OpenAI hatte Replit schon im August bekanntgegeben, nur hatte das damals nicht nach einem Wechsel ausgesehen.

Nebenbei lieferte er Zahlen zum Geschäft: Enterprise war im Vorjahr 2 Prozent des Umsatzes, dieses Jahr sind es 15 Prozent, und über die Hälfte des Umsatzes kommt inzwischen aus B2B.

Die Gegendarstellung kam am selben Tag

TechCrunch zitiert eine Person mit Kenntnis der Partnerschaft, die anonym bleiben wollte: Die Zusammenarbeit bestehe weiterhin. Und es gibt Spuren, die dafür sprechen. Ein Replit-Blogbeitrag von Ende September nennt Claude Fable 5 und Claude Fable 5.1 als Modelle in der Produktionsumgebung des Replit Agent. Etwa zur selben Zeit schrieb ein Replit-Produktmitarbeiter auf X über Opus 5.5 und lobte dessen Fähigkeiten. TechCrunch hat bei Replit nachgefragt und wartet auf Antwort.

Wer hat nun recht? Beides kann zugleich stimmen. Ein Vertrag kann weiterlaufen, während die Modelle im Standardpfad längst andere sind. Ein CEO auf einer Konferenzbühne redet außerdem über die Richtung, nicht über den Stand der Rechtsabteilung.

Modelle sind austauschbar geworden

Spannend finde ich nicht, wer gerade vorn liegt. Spannend ist, wie beiläufig gewechselt wird. Vor zwei Jahren war die Modellwahl einer Coding-Plattform eine Grundsatzentscheidung, heute ist sie eine Zeile im Einkauf, die ein Benchmark und eine Preisliste entscheiden.

Für Anthropic ist das aus zwei Gründen unangenehm. Die Plattformen sind sichtbar, und was sie einsetzen, prägt den Eindruck von Entwicklern, die nie selbst vergleichen. Und Masad nennt die Kosten zuerst. Genau dort läuft gerade die Auseinandersetzung, nicht bei den Benchmarks.

Was mir fehlt, sind Zahlen. „Besser auf unserem Benchmark“ heißt wenig, solange niemand sagt, was gemessen wurde und mit welchen Einstellungen. Der offene Benchmark ist da, und ich schaue ihn mir an, bevor ich dem Satz etwas glaube.

Quellen

ReplitAnthropicClaudeOpenAIPartnerschaften