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DeepSeek Search API und Fetch API: 75 Cent je 1.000 Anfragen, über Claude Code bis 1. November gratis

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Abgerechnet wird nur, was mit HTTP 200 und einem Ergebnis zurückkommt. Ob du zehn Treffer abfragst oder fünfzig, ändert am Preis nichts.

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DeepSeek hat seine eigene Suchmaschine für Entwickler geöffnet. Zwei Endpunkte sind dazugekommen: Search sucht im Web und liefert strukturierte Treffer, Fetch holt eine einzelne Seite und gibt sie als Markdown zurück. Veröffentlicht wurde das am Wochenende, zusammen mit V4.1-Flash-1017, über das ich gestern geschrieben habe. Nach DeepSeeks eigener Ankündigung bedient die Suchmaschine im Hintergrund täglich Hunderte Millionen Anfragen.

Zwei Endpunkte, ein Schlüssel

Beide liegen unter https://api.deepseek.com und nehmen denselben Bearer-Token wie die Modelle: POST /v1/tools/search und POST /v1/tools/fetch.

Die Suche nimmt eine query von 1 bis 128 Zeichen und auf Wunsch bis zu 50 Treffer (count, Standard 10). Dazu kommen drei optionale Felder: ori_question für die ursprüngliche Nutzerfrage, damit die Anfrage besser verstanden wird, localization für eine IP-Adresse zur Lokalisierung und need_content, das die Seiteninhalte mitliefert statt nur Metadaten. Suchoperatoren versteht die API ebenfalls: site: und -site:, Ausschlüsse mit -begriff, exakte Phrasen in Anführungszeichen, lang:de,en und Datumsgrenzen mit after: und before:.

Fetch nimmt eine einzige url von höchstens 8.192 Zeichen und gibt Titel und Inhalt zurück, letzteren als Markdown.

Was ein Treffer mitbringt

Interessant ist, was die Suche je Ergebnis zurückgibt. Neben Titel, URL und einem kurzen snippet von 100 bis 200 Zeichen für die Anzeige steht ein summary von 600 bis 800 Zeichen, ausdrücklich für Modelle gedacht. Dazu zwei Bewertungen: rerank_score von 0 bis 3, wobei DeepSeek ab 1,5 von guter Qualität spricht, und authority von 0 bis 4, wobei ab 3 als stark autoritativ gilt. Fehlt der Wert, steht dort -1.

Wer Quellen automatisch filtern will, hat damit zwei Zahlen, die sonst selbst gebaut werden müssen.

5 Anfragen pro Sekunde, pro Konto

Die Grenzen sind eng: 5 QPS für Search, 5 QPS für Fetch, dazu bei Fetch ein zusätzliches Limit je Domain. Gezählt wird pro Konto, unabhängig davon, wie viele API-Schlüssel im Spiel sind, und getrennt von den Modell-Limits. Darüber kommt HTTP 429.

Beim Preis zählt nur der Erfolg. 75 Cent je 1.000 Anfragen fallen für Search und Fetch getrennt an, berechnet wird eine Anfrage aber nur, wenn sie mit HTTP 200 und einem Ergebnis zurückkommt – bei Search mit einem nicht leeren results-Array, bei Fetch mit Seiteninhalt. Fehlschläge, leere Trefferlisten und Timeouts sind frei, und ob du zehn oder fünfzig Treffer abfragst, ändert am Preis nichts.

Bis zum 1. November rechnet im Claude-Code-Harness niemand ab

Der Satz, der für Claude-Nutzer zählt, steht im Abschnitt zur Abrechnung: Server-seitige Tool-Aufrufe über DeepSeek Harness, Claude Code und Codex sind derzeit kostenlos. Die Abrechnung pro Anfrage beginnt dort am 1. November 2026, 0 Uhr Pekinger Zeit.

Das ist zwei Wochen Zeit, um auszuprobieren, wie sich eine fremde Websuche in einem Claude-Code-Ablauf anfühlt, ohne Rechnung. Bemerkenswert ist dabei die Richtung: Ein chinesisches Labor bewirbt seine Infrastruktur ausdrücklich mit dem Harness der Konkurrenz. Dasselbe Muster stand schon in der Modellkarte von V4.1-Flash-1017, wo DeepSeek seine Agentenwerte im Claude-Code-Harness erhoben hat. Wer Werkzeuge verkauft, geht dorthin, wo gearbeitet wird.

Quellen

DeepSeekAPIsClaude CodeWebsuche