Anthropic hat seine beiden teuren Privatkunden-Pläne umbenannt. Aus Max 5x wird Claude Max, aus Max 20x wird Claude Ultra. Die Preise ändern sich nicht: Max kostet weiter 100 Dollar im Monat, Ultra 200. Wer abonniert hat, muss nichts tun.
Der eigentliche Punkt steht im zweiten Satz der Ankündigung: Für verifizierte Ultra-Konten entfällt das 5-Stunden-Limit. Der Umbau läuft ab sofort und zuerst für die meisten bestehenden Abonnenten; neuere Konten behalten das Fenster vorerst. Die Preisseite führt den Punkt inzwischen als Merkmal von Ultra, mit Fußnote: kein 5-Stunden-Limit für verifizierte Konten.
Was von den Limits übrig bleibt
Das Wochenlimit bleibt. Ultra behält seine 10-fache Pro-Nutzung pro Woche, Max die 5-fache pro Woche und zusätzlich pro 5 Stunden. Das rollierende Fünf-Stunden-Fenster war die Grenze, die beim langen Arbeiten mit Claude Code oder Cowork mitten in der Sitzung zuschlägt; das Wochenlimit ist planbarer.
Die übrigen Unterschiede stehen unverändert auf der Preisseite: Fable bis zur Hälfte des Wochenlimits bei Max und Ultra, 100 Dollar monatliche API-Credits bei Max und 200 bei Ultra, früher Zugang zu neuen Funktionen und Vorrang bei hoher Last.
Warum die Namen vorher nicht funktioniert haben
„Max 5x“ und „Max 20x“ waren Rechenangaben, keine Produktnamen. Sie beschrieben ein Vielfaches des Pro-Plans, und die Zahl stand für zwei verschiedene Dinge gleichzeitig – das Fünf-Stunden-Fenster und die Woche. Wer wissen wollte, was er für 200 Dollar bekommt, musste die Fußnoten lesen. Max und Ultra sagen nichts Genaues, aber sie sagen eine Reihenfolge, und die ist beim Kauf wichtiger.
Nebenbei bringt die Umbenennung die Privatkundenpläne in dieselbe Form wie den Rest: Free, Pro, Max, Ultra. Vorher sprang die Leiter von einem Wort auf eine Formel.
Der Preis bleibt, die Zusage wird größer
Anthropic verschenkt hier Nutzung, ohne den Preis anzufassen. Das passt zu einem Haus, das gerade seine S-1 bei der SEC eingereicht hat und beim Umsatz pro Abonnent gut aussehen muss. Erklärbar ist es nur über die Verifizierung: Ein Konto ohne Limit ist für Weiterverkäufer und Automatisierung interessant, und genau die soll die Prüfung heraushalten. Die Einschränkung auf verifizierte Konten ist deshalb nicht Beiwerk, sondern die Bedingung, unter der das Angebot überhaupt tragbar ist.