Anthropic & Claude

Claude for Legal: Artifacts für Vertragsprüfung, Regulierungs-Tracking und Rechtsanfragen

2 Min. Lesezeit KI-generiert

Seit dem Start im Mai sind mehr als 60 Rechts-Konnektoren dazugekommen, darunter Bloomberg Law, Filevine, Ivo, Legora und Patlytics.

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Anthropic hat Claude for Legal um fertige Artifacts erweitert. Rechtsabteilungen bekommen damit Werkzeuge, die sie mit eigenen Daten und Konnektoren füllen und im Unternehmen teilen können. Dass Artifacts inzwischen mehr sind als ein Nebenprodukt des Chats, zeigt sich seit Dashboards und Motion.

Was in der Galerie liegt

Seit dem Start von Claude for Legal im Mai waren die häufigsten Wünsche einfacherer Aufbau und bessere Zusammenarbeit mit Kollegen. Genau da setzen die Artifacts an. Jedes öffnet mit einem Beispiel, bevor eigene Daten dazukommen, und jede Ausgabe trägt einen Link zur Quelle.

Die sechs Kernfälle:

  • Zitatprüfung: vergleicht ein Dokument mit seinen Quellen und markiert Zitate, die nicht passen, falsche Seitenzahlen und Belege, die die Behauptung nicht stützen
  • Rechtsvergleich: stellt ein Thema wie Meldepflichten bei Datenschutzverstößen über Staaten oder Länder hinweg in eine Tabelle, mit Links auf das Gesetz
  • Mandatsübersicht: macht aus Mandatsschreiben, E-Mails oder Tabellen ein Board offener Vorgänge, mit Verantwortlichem, nächstem Schritt und nächster Frist
  • Vertragsabgleich: prüft Verträge gegen die eigenen Standardklauseln und schickt jede Abweichung an die Person, die Ausnahmen genehmigt
  • Regulierungs-Zeitleiste: ordnet kommende Vorschriften nach Geschäft und Standort ein und sortiert sie nach Auswirkung
  • Klauseltabelle: zieht aus einem Vertragsstapel die Begriffe heraus, nach denen du fragst, etwa Abfindungen oder Wettbewerbsverbote, mit Verweis auf den genauen Wortlaut

Konnektoren, Freigaben und ethische Mauern

Die Artifacts lassen sich auf das eigene Team zuschneiden und über Konnektoren an Playbooks und Recherchequellen hängen, damit niemand Dokumente von Hand hochladen muss. Mehr als 60 Rechts-Konnektoren sind seit Mai dazugekommen, unter anderem Bloomberg Law, Filevine, Ivo, Legora und Patlytics.

Geteilt wird innerhalb und außerhalb der Organisation, also auch mit Mandanten und Partnern. Anthropic nennt dabei ausdrücklich Freigabeeinstellungen, die ethische Mauern zwischen Teams tragen – in Kanzleien keine Nebensache, sondern Berufsrecht.

Dazu kommt Programmarbeit: Geld für Organisationen, die Artifacts für den Zugang zum Recht bauen, Unterstützung für Ausbildungsprogramme und ein neues Legal Ambassadors Program.

Der erste Durchgang verschiebt sich, die Verantwortung nicht

Anthropic beschreibt den Ablauf selbst nüchtern: Die Fachperson bringt Dokumente und Quellen, Claude macht den ersten Durchgang, ein Anwalt wendet sein Urteil auf das Ergebnis an. Das ist die richtige Reihenfolge, und sie steht im Text, nicht im Kleingedruckten.

Interessant finde ich die Zitatprüfung. Ein Modell, das in Schriftsätzen erfundene Fundstellen markiert, löst genau das Problem, das KI in Gerichtssälen überhaupt erst verursacht hat. Dass Anthropic es als erstes Artifact nennt, ist vermutlich kein Zufall.

Quellen

AnthropicClaudeArtifacts