Claude Code 2.1.312 liegt seit dem 27. Oktober um 18:36 UTC in der npm-Registry. Das Changelog ist lang, und ein Eintrag darin betrifft jeden, der seine Anleitungen im Repo pflegt.
Der Fehler, der Anleitungen überschrieben hat
Bisher konnte Claude eine sehr große CLAUDE.md, eine Regeldatei oder eine per @ eingebundene Datei in einem Unterordner überschreiben, nachdem es nur ihren Anfang gesehen hatte. Write verlangt jetzt, dass Claude die Datei vollständig liest oder an der Stelle bearbeitet.
Wer eine Anleitung mit mehreren hundert Zeilen führt, hat genau den Fall: Claude liest den Kopf, hält ihn für die Datei und schreibt eine neue, kürzere. Der Verlust fällt oft erst Tage später auf, und dann steht er im Git-Verlauf.
Identität und verwaltete Einstellungen
Das Claude apps gateway kennt jetzt oidc.user_id_claim. Damit lassen sich Personen über einen anderen Claim im ID-Token identifizieren als sub, zum Beispiel über oid bei Microsoft Entra ID. Für Organisationen, deren Verzeichnis sub pro Anwendung neu vergibt, war das vorher ein Ärgernis ohne Ausweg.
Dazu behoben: Nach einer Anmeldung über die VS-Code-Erweiterung wurden verwaltete Einstellungen und Organisationsrichtlinien für den Rest der Sitzung nicht mehr geholt. Und in VS Code endeten Sitzungen mit einem nackten Exit-Code, wenn die Organisationseinstellungen nicht geladen werden konnten; jetzt steht im Tab, warum, mit Knöpfen für Wiederholen und erneutes Anmelden.
Was sonst auffällt
- Skills pro Verzeichnis und über
paths:wurden nach einemcdtiefer in ein Git-Repo nicht mehr gefunden. - Ein Befehl mit ungültigem Namen hat das Laden aller Befehle gestoppt, womit
claude -pohne Ausgabe blieb. - Prompt- und Agent-Hooks laufen jetzt höchstens 24 gleichzeitig je Sitzung, Subagenten eingerechnet, plus höchstens zwölf, die länger als ihren Timeout gewartet haben. Ein
timeoutunter einer Sekunde zählt als eine. autoCompactWindoweines Subagenten senkt jetzt auch ein überCLAUDE_CODE_AUTO_COMPACT_WINDOWgesetztes Fenster. Anheben kann es es weiter nicht.- WebFetch-Fehler in Cloud-Sitzungen erklären einen nicht auflösbaren Host als möglicherweise außerhalb der erlaubten Netzdomänen und nennen den Host, den man freigeben muss.
- Auf Bedrock, Vertex, Foundry und Mantle gilt für unbekannte Modellnamen, etwa eigene Deployment-Namen oder Inference-Profile-ARNs, der kürzere System-Prompt. Zurückstellen über
CLAUDE_CODE_SIMPLE_SYSTEM_PROMPT=0. - Der automatische Modellwechsel nach einer abgelehnten Nachricht greift jetzt auch bei solchen Namen. Abschalten über
CLAUDE_CODE_DISABLE_REFUSAL_FALLBACK=1. - Das Ereignis
claude_code.safety_eventwird nicht mehr an OpenTelemetry gesendet. - Das 5-Stunden-Fenster heißt in den Limitmeldungen jetzt 5-Stunden-Limit statt Session-Limit, in VS Code mit Uhrzeit.
- In Cloud-Sitzungen hat der Modellwähler beim Anlegen oder Ändern einer Routine eine Effort-Stufe, und das Feld für das Setup-Skript ist ein Bash-Editor mit Farben, Zeilennummern und Kopierknopf.
- Code Review hat einen veralteten Commit oder gar keinen geprüft, wenn GitHub ein Push-Ereignis verspätet geliefert hat.
Wer eine lange Anleitung pflegt, aktualisiert heute
Über 2.1.311 habe ich gestern geschrieben, mit dem 200K-Abbruch und den doppelt feuernden Hooks. Diese Version hat kein Feature dieser Größe, aber die Write-Korrektur ist die teuerste Art Fehler: einer, der stillschweigend Arbeit löscht. Dazu kommt die Hook-Grenze, die jede Automatisierung mit vielen parallelen Subagenten anders laufen lässt als gestern. Beides gehört vor den nächsten langen Lauf eingespielt.