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Nscale Monarch: Anthropic verhandelt über 45 Milliarden Dollar für 460 Megawatt

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Microsoft hatte den Standort im März per Absichtserklärung schon einmal gebucht und ist im Sommer abgesprungen. Erst dadurch wurde Anthropic dort überhaupt Mieter.

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Anthropic verhandelt mit dem Cloud-Anbieter Nscale über Rechenleistung im Wert von rund 45 Milliarden Dollar. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind. Abgeschlossen werden könnte der Vertrag schon in den nächsten Tagen. Anthropic und Nscale wollten sich nicht äußern.

Das zweite Gebäude am Monarch-Campus

Es geht um ein zweites Gebäude auf Nscales Monarch-Campus in West Virginia. 460 Megawatt Rechenleistung soll es liefern, auf Nvidias neuer Vera-Rubin-Generation. Auf ein drittes Gebäude, das dort erwartet wird, hat Anthropic laut den Quellen ein Vorkaufsrecht. Der ganze Campus ist auf mehr als 8 Gigawatt Bruttoleistung ausgelegt, so steht es in Nscales IPO-Unterlagen.

Dasselbe Grundstück sollte ursprünglich Microsoft bekommen. Im März hatte der Konzern eine Absichtserklärung für das geplante Rechenzentrum unterschrieben und ist im Sommer wieder abgesprungen. Dadurch wurde der Platz frei, den Anthropic jetzt belegt.

Was Anthropic schon gebucht hat

Nscale hat mit Anthropic bereits Verträge über bis zu 44,6 Milliarden Dollar, auch das steht in den Börsenunterlagen. Anthropic ist damit einer der größten Kunden des Anbieters. Dazu kommen 50 Milliarden Dollar mit Fluidstack, 10 Milliarden mit Volta Infrastructure und 45 Milliarden mit Elon Musks SpaceX.

Dass Anthropic Geld für solche Zusagen braucht, zeigt die andere Seite derselben Rechnung: Über die Nachrangschulden aus Project North Star habe ich vor drei Tagen geschrieben. Bewertet wurde das Unternehmen im Mai mit 965 Milliarden Dollar.

Nscale braucht den Vertrag für den eigenen Börsengang

Nscale will mit etwa 30 Milliarden Dollar an die Börse. Ein Teil der Investoren hält das für zu hoch und drängt auf weniger. Ein weiterer Milliardenvertrag mit Anthropic wäre in dieser Lage das stärkste Argument, das Nscale vorlegen kann. Das Unternehmen hat im September öffentlich gemeldet, arbeitet noch Kommentare der SEC ab und hat die Vermarktung bis heute nicht begonnen, obwohl die 15-Tage-Frist längst abgelaufen ist. Im Vormonat kamen 3,36 Milliarden Dollar aus einer Pre-IPO-Runde unter Führung von Dan Loebs Third Point, mit Nvidia, Apollo, Citadel, Hudson Bay Capital und dem Abu Dhabi Investment Council.

Interessant ist, wie sich die beiden Börsengänge gegenseitig stützen und belasten. Nscale verkauft Anleger die Nachfrage von Anthropic, Anthropic verkauft Anlegern das Wachstum, das diese Rechenleistung erst möglich macht. Beide Geschichten hängen an derselben Annahme. Gleichzeitig schauen Investoren seit Wochen genauer auf die Schulden, mit denen diese Rechenzentren finanziert werden. Ein Vertrag über 45 Milliarden Dollar ist in diesem Klima nicht nur ein Beleg für Nachfrage, sondern auch eine weitere Verpflichtung in den Büchern.

Quellen

AnthropicRechenzentrenWirtschaftNvidia