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Huang über 2030: «Es gibt 0 Prozent Chance, dass die Welt untergeht»

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Am 24. September sitzt Huang im Weißen Haus mit Xi Jinping am Tisch und will dort über globale KI-Standards reden. Neue Gesetze hält er für überflüssig.

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Jensen Huang hat CBS News gesagt, was er von den Aussterbewarnungen der letzten zwei Wochen hält: nichts. «2030 is not going to be the end of the world. There is 0% chance that’s going to be the end of the world.» Aufgezeichnet wurde das Gespräch mit Jo Ling Kent am Freitag, gelaufen ist es am Sonntag in «CBS Sunday Morning».

Worauf Huang antwortet

Laut CBS bezieht er sich auf Jacob Coxon, den früheren Anthropic-Forscher, der Anfang des Monats schrieb, die Entwickler glaubten «earnestly that it could kill us all by the end of the decade». Huang nennt das «doomsday narratives» und sagt, solche Vorhersagen seien «not grounded in science». Dazu ein Satz, der schärfer ist als alles, was er bisher zum Thema gesagt hat: «Scaring people is unnecessary. It is irresponsible.»

Die Frage nach dem Eigeninteresse

Nvidia ist mit 5,3 Billionen Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt, und es verdient an jedem Monat, in dem schneller trainiert wird. CBS hat genau das gefragt: Warum sollen Amerikaner ausgerechnet ihm bei Sicherheit glauben?

Huangs Antwort dreht das Argument um. «Our company’s success is directly connected to the safe deployment of products and services. If we don’t continue to do that, our value would be diminished.» Unsichere Produkte wären demnach schlecht fürs Geschäft — also passe Nvidia schon aus Eigennutz auf.

Bestehendes Recht reicht ihm

Neue KI-Gesetze braucht es nach Huangs Ansicht nicht. Produkthaftung und die Straftatbestände für unbefugtes Eindringen in fremde Systeme decken aus seiner Sicht ab, was abzudecken ist: «Apply that first — don’t let this doomsday narrative allow someone to relieve them of the laws that currently exist.» Damit steht er auf Trumps Seite. Amodeis Wunsch nach einer Kartellausnahme für ein gemeinsames Tempolimit hatte er vergangene Woche schon «vollkommen unnötig» genannt. Dass OpenAI am Donnerstag sechs weitere Vorfälle mit auffälligem Modellverhalten offengelegt hat, ändert daran offenbar nichts.

Und China

Am 24. September isst Huang im Weißen Haus mit Xi Jinping zu Abend. Er will dort über weltweite Standards für KI-Entwicklung sprechen. Von den Exportverboten hält er wenig: «Every single chip company should go and serve the world, compete for the world.» Seit Dezember darf Nvidia H200-Chips an geprüfte Kunden in China verkaufen, die stärksten Modelle weiterhin nicht. Ausnahmen macht er nur bei Verteidigung und nationaler Sicherheit.

Null Prozent ist keine Schätzung

Coxon sagt über zehn Prozent, Huang sagt null. Beide Zahlen sind keine Messung, sondern eine Haltung in Ziffern. Der Unterschied: Eine Wahrscheinlichkeit von genau null lässt sich nicht widerlegen und auch nicht belegen — sie beendet das Gespräch, statt es zu führen.

Was sich dagegen prüfen lässt, ist Huangs juristisches Argument, und das ist stärker, als seine Kritiker zugeben. Haftungsrecht wirkt heute, ein KI-Gesetz wirkt in zwei Jahren. Nur beantwortet Produkthaftung nicht die Frage, die gerade alle umtreibt: Wer haftet, wenn niemand mehr sagen kann, welcher Code das getan hat.

Quellen

NvidiaKI-SicherheitRegulierung