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800.000 Vorbestellungen — und Google streicht die AI-Studio-App trotzdem

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Google beerdigt seine geplante AI-Studio-App für iOS und Android, obwohl sich seit der I/O 2026 über 800.000 Menschen dafür vorgemerkt hatten. Die Funktionen wandern stattdessen in die Gemini-App. Für mobile Prototyping-Fans ist das ein kleiner Dämpfer.

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800.000 Vorbestellungen sind eine Ansage. Trotzdem hat Google entschieden, die eigenständige AI-Studio-App für iOS und Android nicht zu veröffentlichen. Stattdessen wandern die Funktionen dorthin, wo Google seine Nutzer ohnehin haben will: in die Gemini-App.

Was Google gestrichen hat

AI Studio ist Googles Spielwiese für Entwickler — der Ort, an dem man Prompts testet, Modelle vergleicht und schnell kleine App-Prototypen baut. Seit der I/O 2026 warben mehr als 800.000 Menschen für eine mobile Version. Diese eigenständige App kommt jetzt nicht. Die Funktionen zum Bauen von Apps ziehen in die Gemini-App auf Handy und Desktop um.

Die gute Nachricht für Entwickler: Das webbasierte AI Studio bleibt bestehen. Wer dort arbeitet, verliert nichts. Wer sich aber einen dedizierten mobilen Client zum Prototyping erhofft hatte, muss seinen Workflow rund um Gemini neu aufbauen.

Meine Einordnung

Diese Entscheidung ist verständlich und trotzdem schade. Verständlich, weil kein Konzern zwei mobile KI-Apps parallel pflegen will — jede zusätzliche App ist ein Support-Kanal, ein Update-Zyklus, ein weiterer Ort, an dem Nutzer sich verlieren können. Alles unter Gemini zu bündeln, ist strategisch sauber. Schade, weil ein Tool für Entwickler eben andere Bedürfnisse hat als ein Consumer-Assistent. In einer aufgeräumten Chat-App will ich nicht zwischen «erklär mir das» und «bau mir einen Prototypen» hin- und herhüpfen. Anthropic geht mit Claude gerade den umgekehrten Weg und rückt Chat und Cowork enger zusammen — auch dort ist die Frage, wo die eine Oberfläche aufhört und die andere anfängt. Am Ende zählt, ob sich die gebündelte App für beide Zielgruppen richtig anfühlt. Die 800.000 hätten es gern selbst ausprobiert.


Quellen: