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Claude darf jetzt dein Google-Home steuern — per MCP

2 Min. Lesezeit KI-generiert

Bevor der erste Befehl ankommt, musst du ein Google-Cloud-Projekt anlegen. Und 20 Dollar im Monat zahlen, in den USA.

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Google hat den frühen Zugang zu seinem MCP-Server für Google Home freigeschaltet. Damit können KI-Agenten Geräte im Haus ansprechen, in normaler Sprache, ohne dass Google für jeden Assistenten eine eigene Anbindung bauen müsste.

Was daran neu ist

Die Liste der Agenten, die Google selbst nennt, ist der interessante Teil: Claude, ChatGPT, Hermes, OpenClaw und Googles eigenes Antigravity. Alles, was MCP spricht, kann andocken. Ein Hersteller, der seinen Smarthome-Stack bisher für Assistenten seiner Wahl geöffnet hat, öffnet ihn jetzt für das Protokoll — und damit auch für die Konkurrenz.

Möglich ist das Übliche und ein bisschen mehr: Geräte schalten, Aktivitäten im Haus abfragen, Kamerazusammenfassungen lesen, eigene Dashboards bauen lassen. Es funktioniert mit allem im Google-Home-Ökosystem, also Nest-Türklingeln und -Thermostaten, dazu Matter-Geräte wie Lampen. Also mit dem, was ohnehin schon an der Wand hängt.

Der Einstieg ist nichts für nebenbei

Bevor der erste Befehl durchgeht, legst du ein Google-Cloud-Projekt an, richtest es für Home MCP ein, gibst die Zugangsdaten an deinen Agenten weiter und erteilst beim Anmelden die Rechte. Wer noch nie in der Google Cloud Console war, verbringt damit einen Abend. Nebenbei geht das nicht.

Dazu die Einschränkungen: nur in den USA, nur für Abonnenten von Google Home Premium Advanced für 20 Dollar im Monat. Der Rollout läuft ab heute über die kommenden Wochen. Ob und wann andere Länder oder günstigere Stufen folgen, wollte Google nicht sagen.

Ein Protokoll von Anthropic wird zur Hausinstallation

Für mich ist die Meldung weniger eine Smarthome-Nachricht als eine über MCP. Das Protokoll kommt von Anthropic, und es sitzt inzwischen an Stellen, an denen Anthropic selbst gar nichts zu melden hat. Google baut den Server, Google kassiert das Abo, und Claude ist einer von fünf Gästen. Genau so war das Protokoll gedacht — nur sieht man selten so deutlich, was es bedeutet.

Die zweite Hälfte des Gedankens gefällt mir weniger. Ein Agent, der Türklingel-Aufnahmen zusammenfasst und Geräte schaltet, hat Zugriff auf das, was in deiner Wohnung passiert. Die Rechtevergabe steckt in einem OAuth-Dialog beim Anmelden, und wie fein man sie einstellen kann, sagt Googles Ankündigung nicht. Dass ausgerechnet MCP im Frühjahr einen Konstruktionsfehler in 200.000 Servern offengelegt bekam, macht die Frage nicht kleiner.

Wer es trotzdem ausprobiert: Google sammelt Rückmeldungen über seine Smart-Home-Entwicklergemeinde. Frühe Zugänge sind dafür da.

Quellen:

GoogleMCPClaudeSmart Home