Anthropic & Claude

Claude for Google Workspace: Claude arbeitet jetzt in Docs, Sheets und Slides mit

3 Min. Lesezeit KI-generiert

In Slides kontrolliert Claude seine eigenen Folien nach und meldet, was überlappt oder aus dem Rand läuft. In Sheets zieht es einen Bereich nach Python und schreibt das Ergebnis zurück.

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Anthropic hat am 6. Oktober ein Add-on für Google Workspace in die öffentliche Beta gegeben. Claude sitzt damit in einer Seitenleiste neben der offenen Datei in Docs, Sheets oder Slides, liest sie mit, sieht, was du markiert hast, und ändert sie direkt. Verfügbar auf allen bezahlten Claude-Tarifen.

Dazu kommen drei neue Connectoren, ebenfalls Beta: Mit ihnen geht es auch umgekehrt — du startest im Chat, gibst einen Google-Link hinein oder bittest um ein neues Dokument, und Claude legt die Datei in deinem Drive an.

Was in jeder der drei Apps anders ist

In Docs kann Claude einen Satz korrigieren oder eine Überschrift umformatieren, ohne die Formatierung drumherum anzufassen. Bei größeren Umbauten schlägt es stattdessen vor: Jede Karte in der Seitenleiste markiert die Passage, die sie ändern würde, und du übernimmst oder verwirfst sie.

In Sheets schreibt Claude Formeln, baut Pivot-Tabellen und Sheets-eigene Diagramme und legt neue Tabellenblätter an. Für Joins und Datenbereinigung zieht es einen Bereich nach Python und schreibt das Ergebnis zurück ins Blatt.

In Slides baut Claude neue Folien aus den Layouts und dem Thema des Decks, damit sie zum Rest passen. Danach prüft es die eigene Arbeit und meldet Elemente, die überlappen oder über den Rand hinausragen, und Text, der schlecht zu lesen ist.

Zwei Modi, und der Standard fragt

Voreingestellt ist «Ask before edits»: Jede Änderung erscheint als Freigabekarte mit einer Zusammenfassung, und Claude wartet. In «Accept all edits» arbeitet es die Aufgabe durch und schreibt ohne Zwischenstopp.

Wer mit seinem Claude-Konto angemeldet ist, hat in der Seitenleiste dieselben Modelle, Connectoren und Skills wie in Claude selbst. Anthropics Beispiel: ein QBR-Deck für einen Kunden, bei dem Claude die Kontohistorie aus Salesforce zieht und die Gesprächsnotizen über den Google-Drive-Connector. Speicherst du das QBR-Format als Skill, baut das Team das nächste Deck nach denselben Schritten.

Auf Enterprise-Tarifen gelten die bekannten Kontrollen auch für das Add-on: Compliance API, kundenverwaltete Schlüssel (CMEK) und der OpenTelemetry-Audit-Export.

Installiert wird über den Workspace Marketplace

Das Add-on kommt aus dem Google Workspace Marketplace, danach findest du es in einer Datei unter Extensions > Claude > Open Claude. Admins können es über die Google Admin Console auf die ganze Domain oder auf einzelne Gruppen ausrollen.

Für den umgekehrten Weg — Google-Dateien aus Claude heraus bearbeiten — schaltest du die Connectoren für Docs, Sheets und Slides ein. Auf Team- und Enterprise-Tarifen muss das erst ein Owner oder Primary Owner tun. Claudes Zugriff entspricht dabei deinen bestehenden Freigaben in Google; mehr sieht es nicht.

Der zweite Schreibtisch, auf dem Claude jetzt sitzt

Anthropic hat dasselbe schon in Microsofts Suite gemacht — Excel mit Agent Mode läuft seit Monaten, und Docs und Slides im eigenen Haus kamen im September. Interessant ist die Richtung: Claude holt die Leute nicht in seine eigene Oberfläche, sondern geht dorthin, wo ihre Dateien schon liegen.

Für Teams auf Google Workspace fällt damit der Umweg weg, den bisher jede Tabelle gegangen ist — herunterladen, in Claude hochladen, Ergebnis zurückkopieren. Was offen bleibt: Beta heißt Beta, und die Selbstkontrolle in Slides klingt nach einem Feature, das man erst nach zwanzig Decks beurteilen kann.

Quellen

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