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Claude zieht in Excel ein: Anthropics KI im Agent Mode von Microsoft

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Auf der Build 2026 macht Microsoft Claude zur wählbaren KI im Excel Agent Mode — direkt in der Tabellenkalkulation, die rund 750 Millionen Menschen nutzen. Dazu kommen mehrere Claude-Modelle in Microsoft Foundry.

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KI ist am stärksten dort, wo die Arbeit ohnehin passiert. Genau deshalb ist diese Meldung von der Microsoft Build 2026 interessanter, als sie auf den ersten Blick wirkt: Claude wird zur wählbaren KI im Excel Agent Mode — in dem Werkzeug, das schätzungsweise 750 Millionen Menschen täglich öffnen.

Was neu ist

Am 8. Juni hat Microsoft angekündigt, dass Anthropics Claude jetzt eine Option im Agent Mode von Excel ist. Du kannst Claude direkt in der Tabelle anstoßen: Formeln schreiben und erklären lassen, chaotische Daten bereinigen und umformen, eine schriftliche Analyse dessen erzeugen, was ein Sheet eigentlich zeigt, und automatisierte Workflows bauen — ohne Excel je zu verlassen.

Das ist mehr als ein Häkchen in einem Menü. Wer mit Tabellen arbeitet, kennt den ständigen Kontextwechsel zwischen Daten und Chatfenster. Diesen Bruch nimmt Microsoft hier raus.

Nicht nur Excel: Claude in Foundry

Parallel öffnet sich Claude weiter im Microsoft-Stack. Claude Sonnet 4.5, Haiku 4.5 und Opus 4.1 sind als Public Preview in Microsoft Foundry verfügbar — deploybar über die Foundry-APIs, mit Entra-Authentifizierung, Azure-Abrechnung und SDKs für Python, TypeScript und C#. Auch das neue Opus 4.8 ist inzwischen in Foundry gelandet. Und Agenten, die mit dem Claude Agent SDK gebaut wurden, lassen sich als benannte Teilnehmer in Microsofts Agent-Framework einklinken.

Meine Einordnung

Spannend ist die Doppelrolle, die Microsoft hier spielt. Auf der einen Seite holt der Konzern Claude tief in seine wichtigsten Produkte — Excel, Microsoft 365, Foundry. Auf der anderen Seite drückt er seine eigenen MAI-Modelle als Konkurrenz nach vorn. Microsoft will offensichtlich beides: die beste verfügbare KI anbieten und nicht von einem einzigen Anbieter abhängig sein.

Für uns Nutzer ist das erstmal gut. Wenn ich in Excel zwischen Modellen wählen kann, gewinnt am Ende das, das die Aufgabe am besten löst. Und Claude in einer Tabelle vor sich zu haben, die man seit zwanzig Jahren kennt, senkt die Hürde enorm — keine neue App, kein neues Fenster, einfach da, wo die Arbeit liegt.


Quellen: TechTimes, A Guide to Cloud, Microsoft Foundry Blog