Zwei Versionen in zwei Tagen: Claude Code 2.1.309 kam am 22. Oktober, 2.1.310 am 23. Zusammen ergeben sie ein Release, bei dem die Neuerung in der einen und die wichtigeren Korrekturen in der anderen Version stecken.
Das Monitor-Tool erreicht die drei Cloud-Anbieter
Neu in 2.1.310 ist das Monitor-Tool samt Plugin-Monitoren auf Bedrock, Vertex und Foundry. Es greift außerdem dort, wo Telemetrie oder nicht notwendiger Datenverkehr abgeschaltet sind. Lange Wartezeiten im Vordergrund werden in diesen Umgebungen jetzt ebenfalls blockiert.
Für alle, die Claude Code über einen der drei Anbieter betreiben, ist das die Meldung des Tages. Bisher war das Monitoring an Umgebungen gebunden, die sich bei Anthropic melden dürfen. Genau dieser Teil fehlt in abgeschotteten Unternehmensaufbauten, und das war die Lücke.
Dazu kommen zwei Korrekturen, die man eher spürt als liest. Anfragen scheiterten hinter manchen Gateways, die den Beta-Wert effort-2025-11-24 oder Systemnachrichten mitten im Gespräch ablehnen. Claude Code versucht es jetzt ohne sie erneut. Und die Aufräumroutine im Hintergrund hat bei sehr großen Werten für cleanupPeriodDays frische Dateien gelöscht, eingefügte Bilder zum Beispiel.
Die Sandbox-Serie in 2.1.309
Die Vorversion ist die interessantere, und sie liest sich wie ein Audit. Sandboxed Bash hat auf macOS und Linux vor jedem Befehl die Startdateien der Shell ausgeführt, außerhalb der Sandbox. Die denyWrite-Muster der macOS-Sandbox griffen nicht am echten Ort einer Datei, wenn der Pfad über einen Symlink lief. Sandbox-Befehle und automatisch angenommene Änderungen konnten die per --mcp-config übergebene MCP-Konfiguration verändern. Ein abgeschalteter MCP-Server ließ sich über eine spätere Freigabeabfrage wieder verbinden.
So geht es weiter: Die Bash-Freigabeprüfung vertraute einer Variablen aus einem Befehl, dessen Umleitung fehlschlagen kann. Zusammengesetzte Befehle, die vor einem Git-Aufruf das Verzeichnis wechseln, lösten keine Rückfrage aus, wenn das cd verpackt war. Eine Edit(path)-Verbotsregel blockierte eine Bash-Umleitung auf denselben Pfad nicht. Dazu zwei Lücken im Isolationsschutz von Worktrees.
Praktisch nützlich sind daneben zwei Kleinigkeiten: Sitzungen haben sich wiederholt komprimiert, wenn sie Dateien unter einer sehr großen verschachtelten CLAUDE.md gelesen haben; eine zu große verschachtelte Datei lädt jetzt nur noch ihren Anfang. Und ein Skill in einem --add-dir-Ordner, dessen Name schon belegt war, taucht nun als <ordner>:<name> auf, statt unerreichbar zu sein.
Sieben Fixes an einer Stelle sind ein Hinweis
Über 2.1.308 habe ich vorgestern geschrieben, damals mit /claude-api api-version als Neuerung. Zwei Tage später stehen sieben Korrekturen rund um Sandbox und Freigabeprüfung in einer einzigen Version. Das ist kein Alarmzeichen, sondern die normale Folge davon, dass immer mehr Leute Claude Code unbeaufsichtigt laufen lassen. Wer Auto-Mode oder Sandbox nutzt, sollte trotzdem zügig aktualisieren.