Ökosystem

ChatGPT und Codex teilen ab Dezember ein Nutzungslimit, gemessen in Token

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Der schnelle Chat soll nichts vom Kontingent abziehen. Wer sein Limit erreicht, kann warten, upgraden oder Credits nachkaufen.

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OpenAI hat seinen Hilfeartikel zu den Nutzungslimits am Sonntag umgeschrieben, und darin steht eine Änderung, die jeden betrifft, der Codex neben ChatGPT benutzt: Ab Dezember teilen beide ein gemeinsames Kontingent. Das gilt für Plus, Pro und Business.

Der Grund, den OpenAI nennt: Die agentischen Fähigkeiten von Work wandern in das normale ChatGPT. Wenn ein Produkt das andere aufnimmt, wird aus zwei Budgets eines.

Gezählt wird künftig in Token

Das ist der zweite Teil der Änderung, und der wiegt schwerer als die Zusammenlegung. Statt Nachrichten oder Aufgaben zählt OpenAI Token – die Einheiten, in denen ein Modell liest und schreibt. Was ein Auftrag kostet, hängt damit vom Modell ab und davon, wie aufwendig die Aufgabe ist. Stärkere Modelle und längere Arbeit ziehen mehr ab.

Eine Ausnahme nennt OpenAI ausdrücklich: Der schnelle Chat („Instant chat“) geht nicht aufs Kontingent. Das verbleibende Budget und den Zeitpunkt der nächsten Zurücksetzung soll man in den Einstellungen unter „Usage“ sehen. Ist das Limit erreicht, bleiben drei Wege: warten, den Plan wechseln oder Credits kaufen.

OpenAI schreibt dazu, man bereite den Übergang sorgfältig vor und erwarte, dass die meisten Nutzer nicht häufiger als bisher auf eine Zurücksetzung warten müssen. Das ist eine Erwartung, keine Zusage, und es ist genau der Satz, an dem man das Unternehmen im Dezember messen wird.

Zwei Anbieter, zwei Richtungen

Anthropic hat am Freitag das Gegenteil getan: Die Max-Pläne heißen jetzt Max und Ultra, und das 5-Stunden-Limit ist für verifizierte Konten weg – darüber habe ich gestern geschrieben. Ein Anbieter nimmt eine Schranke heraus, der andere legt zwei Kontingente in einen Topf und rechnet in Token.

Für die Praxis heißt das: Wer Codex für lange Agentenläufe nutzt und ChatGPT nebenbei zum Nachdenken, muss sich ab Dezember entscheiden, wofür das Budget draufgeht. Token-Abrechnung macht Verbrauch ehrlicher, aber auch schwerer zu schätzen. Bei einem Nachrichtenlimit weiß man, wo man steht. Bei Token merkt man es erst, wenn ein Agentenlauf eine Stunde lang Dateien liest.

Was in dem Hilfeartikel nicht steht, ist die Zahl. Wie groß das gemeinsame Kontingent je Plan ausfällt, sagt OpenAI nicht – und solange das offen ist, ist die Zusammenlegung weder eine gute noch eine schlechte Nachricht, sondern nur eine Umstellung mit einer offenen Stelle in der Mitte.

Quellen

OpenAIChatGPTCodex