Anthropic & Claude

Dario Amodei verdiente 2025 18 Millionen Dollar, Daniela Amodei 16,4

3 Min. Lesezeit KI-generiert

Finanzchef Krishna Rao kam auf 720.250 Dollar. Die Jahresgehälter der beiden Geschwister hat der Verwaltungsrat erst im Juli verdoppelt, auf je 1,4 Millionen.

Featured image for "Dario Amodei verdiente 2025 18 Millionen Dollar, Daniela Amodei 16,4"

Reuters hat den IPO-Prospekt von Anthropic gesehen und die Vergütungszahlen für 2025 daraus veröffentlicht. Dario Amodei kam als CEO auf 18 Millionen Dollar, seine Schwester Daniela Amodei als Präsidentin auf 16,4 Millionen. Finanzchef Krishna Rao steht bei 720.250 Dollar.

Die Grundgehälter sind der kleinste Teil davon. Beide Geschwister bekamen ihre Jahresgehälter erst im Juli dieses Jahres verdoppelt, auf je 1,4 Millionen. Der Rest besteht aus Aktien und Optionen.

Mittelfeld, gemessen an wem

Amodei liegt mit 18 Millionen über den CEOs von Alphabet und Amazon und hinter denen von Oracle und Nvidia. Der Durchschnitt im S&P 500 lag im vergangenen Jahr bei 22,8 Millionen, 21 Prozent mehr als im Vorjahr — das rechnet die AFL-CIO, ohne Elon Musks Aktienplan über 158 Milliarden.

Courtney Yu, Forschungsleiter bei der Vergütungsdatenfirma Equilar, nennt die 18 Millionen «eher am unteren Ende für ein Unternehmen, das mit 2 Billionen bewertet wird», und sagt, interessant werde es erst nach dem Börsengang, wenn Amodeis vollständiger Anteil sichtbar ist. Sein Hinweis dazu: Mit sechs weiteren Mitgründern könnte Amodei am Ende einen kleineren Anteil des IPO-Vermögens halten als andere Tech-CEOs.

Die Spannweite im Vergleich ist absurd. Oracles Co-CEO Clayton Magouyrk kam 2025 auf 627,5 Millionen. Am anderen Ende stand Musk mit 54.080 Dollar als CEO von SpaceX, vor dem Börsengang — allerdings mit der Zusage superstimmberechtigter Aktien, falls SpaceX 7,5 Billionen Marktwert erreicht und eine Million Menschen auf den Mars bringt.

Die Jahreszahl sagt bei Gründern am wenigsten

Yus Punkt ist der, auf den es ankommt: Gründer-CEOs halten genug Eigenkapital, um davon zu leben, und nehmen deshalb jährlich wenig mit. Alphabets Sundar Pichai etwa steht 2025 mit 10,9 Millionen in den Unterlagen, darunter 8,8 Millionen für persönliche Sicherheit; nach der Rechnung «tatsächlich gezahlte Vergütung» sind es 213,9 Millionen. Bei Amazons Andy Jassy stehen 2,1 Millionen gegen 13,2 Millionen.

Genau diese Zahl fehlt bei Anthropic. Der S-1, den Reuters gesehen hat, beschreibt den Eigentumsanteil der Gründer nicht, und der könnte Milliarden wert sein — abhängig von den endgültigen Bedingungen des Börsengangs. Der Verwaltungsrat hat den Geschwistern dieses Jahr zusätzliche Restricted Stock Units in Aussicht gestellt, teils gebunden daran, dass sie bleiben, teils an den IPO selbst.

80 Prozent, versprochen im Prospekt

Im Prospekt steht noch etwas: Die Amodei-Geschwister und ihre Mitgründer haben zugesagt, 80 Prozent ihres persönlichen Anthropic-Eigenkapitals für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. Auf die Frage dazu verwies ein Sprecher am Montag auf Dario Amodeis Essay aus diesem Jahr, in dem er Vermögenden eine Pflicht zuschreibt, bei den Folgen der KI-Einführung zu helfen, und eine «zynische und nihilistische Haltung» beklagt, nach der Philanthropie zwangsläufig betrügerisch oder nutzlos sei. Zu den Vergütungszahlen selbst wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Die Zahl, die zählt, steht nicht im Prospekt

Aus dem IPO-Prospekt sind in den letzten Tagen reichlich Zahlen gekommen, und die 18 Millionen sind die harmloseste davon. Sie beschreibt nicht Amodeis Vermögen, sondern was in einem Jahr über die Gehaltsabrechnung lief.

Was fehlt, ist der Anteil. 80 Prozent von einer unbekannten Zahl bleiben eine unbekannte Zahl, und ein Versprechen im Prospekt ist kein Stiftungsvertrag. Beides wird nach dem Börsengang nachprüfbar, und bis dahin ist die interessantere Lektüre nicht das Gehalt, sondern der Satz, dass ein Teil der neuen Aktienzusagen daran hängt, dass die beiden bleiben.

Quellen

AnthropicIPODario AmodeiBusinessReuters