OpenAI verkauft sein Pro-Abo vorerst nicht mehr. Wer die Stufe für 200 Dollar im Monat neu abschließen will, kommt derzeit nicht rein. Grund ist die Nachfrage nach GPT-6 Astra, dem neuen Spitzenmodell von Anfang September.
Bestehende Abos laufen weiter, ebenso API, Go und Plus. Astra selbst bleibt in Pro, Plus, Enterprise und Business verfügbar - nur eben ohne neue Pro-Kunden.
Was OpenAI dazu sagt
Produktchef Thibault Sottiaux nennt die Nachfrage «really unprecedented» und beschreibt den Schritt als kleinstmöglichen: «We wanted to take the smallest step that allows us to continue giving the broadest access possible.» Man ziehe alle verfügbaren Hebel, um die Last zu tragen.
Wie lange die Sperre gilt, sagt OpenAI nicht. Wie viele Anmeldungen pro Tag hereinkommen, auch nicht. Im Vormonat hatte die Firma erst die Nutzungsgrenzen für Codex angehoben.
Warum ich das lese
Astra hat OpenAI selbst als Beginn der «AGI era» ausgerufen. Zwei Wochen später ist das teuerste Abo ausverkauft, weil die Rechenzentren nicht mitkommen.
Das ist die unspektakuläre Version dessen, worüber diese Woche sonst geredet wurde. Man muss nicht über Alignment sprechen, um zu sehen, dass die Kapazität den Takt vorgibt: Bei Anthropic drückt sie sich in Nutzungslimits aus, bei OpenAI jetzt in einer geschlossenen Kasse. Wer heute plant, welches Modell in drei Monaten sein Produkt trägt, sollte das einpreisen.
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