Kaum sind die Versionen 2.1.163 bis 2.1.167 draußen, schiebt Anthropic schon die nächste hinterher. Claude Code 2.1.168 ist ein reines Bugfix- und Zuverlässigkeits-Release — klein, aber mit zwei Korrekturen, die im Alltag echten Ärger ersparen.
Kein blanker Bildschirm mehr beim Start
Der wichtigste Fix betrifft einen stillen Startup-Hang. Wenn das Config-Verzeichnis schreibgeschützt oder nicht beschreibbar war, hing Claude Code bisher kommentarlos — man sah nur einen leeren Bildschirm und wusste nicht warum. Jetzt startet Claude Code in so einem Fall mit einer In-Memory-Konfiguration und zeigt die eigentliche Fehlermeldung an, statt einfach stehenzubleiben.
Gerade in restriktiven Umgebungen — Container, gesperrte Firmen-Setups, read-only Mounts — war das ein nerviges Problem. Die neue Variante ist deutlich freundlicher: lieber mit Einschränkung starten und Bescheid sagen, als kommentarlos blockieren.
WebFetch-Berechtigungen greifen wieder richtig
Der zweite Fix ist subtiler, aber wichtig für alle, die mit Permission-Regeln arbeiten. Bisher wurden WebFetch-Regeln nicht auf die eingebauten, vorab freigegebenen Domains angewendet. Jetzt haben explizite WebFetch(domain:...)-Regeln — egal ob deny, ask oder allow — Vorrang vor der automatischen Freigabe der vorkonfigurierten Hosts. Wer also bestimmte Domains gezielt sperren wollte, kann sich jetzt darauf verlassen, dass die Regel auch greift.
Dazu kommen Korrekturen für Windows: Berechtigungsregeln mit Backslashes (~\, \\server\share) oder abweichender Groß-/Kleinschreibung haben vorher nie gematcht. Und Read-deny-Regeln verstecken Dateien jetzt auch zuverlässig vor Glob und Grep.
Meine Einordnung
Kein spektakuläres Feature, aber genau die Art von Release, die man bei einem Werkzeug schätzt, das man täglich nutzt. Permission-Regeln, die nicht greifen, sind ein Sicherheitsrisiko — und ein Start, der kommentarlos hängt, kostet Nerven. Anthropic arbeitet diese Kanten konsequent ab. Das Release-Tempo bleibt dabei beachtlich.
Quellen: Claude Code Changelog, GitHub Releases