Am Montag, dem 9. Juni, startet Apples WWDC 2026. Es wird die letzte Entwicklerkonferenz unter Tim Cook als CEO sein — John Ternus übernimmt danach. Und Apple steht unter enormem Druck, bei KI endlich zu liefern.
Siri wird umgebaut
Das größte Upgrade betrifft Siri. Bloombergs Leaks zeigen eine eigenständige Siri-App, die direkt mit ChatGPT und Claude konkurrieren soll. Unter der Haube arbeitet Googles Gemini — ein bemerkenswertes Detail, nachdem Apple den OpenAI-Deal als gescheitert ansieht.
Die neue Siri soll Kontext verstehen, mehrstufige Aufgaben ausführen und natürlicher über Apps hinweg kommunizieren. Dazu kommt ein KI-Agenten-Feature für den App Store: Nutzer sollen Aufgaben wie Reservierungen, Dokumentenbearbeitung oder Smart-Home-Steuerung delegieren können.
Apple Intelligence 2.0
Neben Siri erwartet die Branche ein umfassendes Apple-Intelligence-Update. Eine neue ‘Visual Intelligence’-Funktion in der Kamera-App soll einen eigenen Siri-Modus bekommen, neben den klassischen Foto- und Video-Modi.
Die Software-Updates dürften die größte optische Überarbeitung seit über einem Jahrzehnt bringen — iOS, macOS und die anderen Betriebssysteme bekommen ein frisches Design.
Warum das diesmal anders ist
Apple hat bei KI bisher enttäuscht. Die WWDC 2025 brachte keine große Siri-Revolution, obwohl sie versprochen war. Jetzt, ein Jahr später, ist der Druck noch größer: Claude, ChatGPT und Gemini haben den Markt für KI-Assistenten definiert, und Apple muss zeigen, dass Siri mithalten kann.
Dass Tim Cook seine letzte Keynote hält, macht die Sache noch dramatischer. Er will seine Amtszeit mit einem KI-Statement beenden — nicht mit einem weiteren ‘kommt nächstes Jahr’.
Quellen: TechCrunch, CNBC