Sam Altman und das Weiße Haus verhandeln über eine Staatsbeteiligung an OpenAI. Das bestätigte CNBC am Freitag. Die Gespräche laufen bereits seit über einem Jahr — Altman hatte die Idee erstmals 2025 an die Trump-Regierung herangetragen.
So soll es funktionieren
OpenAI könnte Unternehmensanteile an die US-Regierung übertragen, um damit einen sogenannten ‘Public Wealth Fund’ zu gründen. Das Konzept stammt aus einem Policy-Papier, das OpenAI im April veröffentlicht hat: Ein Fonds, der in langfristige Vermögenswerte investiert und dessen Erträge direkt an amerikanische Bürger fließen könnten.
Trump selbst kommentierte die Gespräche auf dem Rückflug in der Air Force One: ‘Es gibt Konzepte, bei denen der amerikanischen Öffentlichkeit Anteile gegeben werden könnten — wo die Öffentlichkeit im Grunde zum Partner wird.‘
Die breitere Perspektive
Die Trump-Regierung hat in der zweiten Amtszeit bereits Beteiligungen an Intel, IBM und anderen Technologieunternehmen übernommen. Senator Bernie Sanders schlug sogar vor, dass die Regierung 50 Prozent an KI-Anbietern wie OpenAI und Anthropic halten sollte.
Altman traf sich diese Woche in Washington mit zahlreichen Abgeordneten und Regierungsvertretern. Die Gespräche liefen parallel zur Unterzeichnung der KI-Executive-Order und einer neuen Direktive, die Bundesbehörden anweist, KI-Adoption in der nationalen Sicherheit zu beschleunigen.
Was das bedeutet
Das wäre ein historischer Schritt: Eine direkte Staatsbeteiligung am wertvollsten KI-Unternehmen der Welt. OpenAI wird aktuell mit über 850 Milliarden Dollar bewertet und bereitet seinen Börsengang vor. Ob und wie genau eine solche Beteiligung strukturiert wird, ist noch offen — aber die Richtung ist klar: KI wird zur strategischen Staatsangelegenheit.
Quellen: CNBC, SiliconANGLE