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Werbung in ChatGPT kommt: OpenAI holt sich Metas Top-Werber

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OpenAI hat Dave Dugan von Meta abgeworben, um ChatGPT-Werbung aufzubauen. Die ersten Ads stehen kurz vor dem Rollout — Mindestbudget: 200.000 Dollar.

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Erinnerst du dich, als Sam Altman sagte, Werbung sei für KI-Unternehmen der ‘letzte Ausweg’? Das war gestern. Heute hat OpenAI Dave Dugan eingestellt — den ehemaligen VP Global Clients bei Meta, der dort die Beziehungen zu den größten Werbetreibenden der Welt verantwortete.

Was wir wissen

Dugan wird bei OpenAI als VP Global Ad Solutions direkt an COO Brad Lightcap berichten. Seine Aufgabe: ein Werbegeschäft für ChatGPT aufbauen, das die 900 Millionen monatlichen Nutzer monetarisiert.

ChatGPT-Werbung befindet sich bereits in der Alpha-Phase. Große Marken wie Target, Adobe, Williams-Sonoma und Albertsons testen zusammen mit Agentur-Netzwerken wie WPP, Omnicom und Dentsu. Der breite US-Rollout für Free- und Go-Nutzer steht kurz bevor.

Das Mindestbudget für Werbetreibende liegt bei 200.000 Dollar. Keine Kleinigkeit — aber auch kein Vergleich zu den Milliarden, die über Meta und Google fließen.

Warum jetzt?

Die Antwort ist simpel: Geld. OpenAI verbrennt in diesem Jahr voraussichtlich 15 Milliarden Dollar. Subscriptions allein reichen nicht, um das zu finanzieren. Dazu kommt die Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang — da hilft es, mehrere Erlösquellen vorweisen zu können.

OpenAI verspricht, dass Werbung die Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen wird. Gespräche werden nicht mit Werbetreibenden geteilt. Ads sollen klar gekennzeichnet und von den organischen Antworten getrennt sein.

Meine Einschätzung

Ich bin da ehrlich gesagt zwiegespalten. Einerseits: Klar, irgendwie muss das Geschäft laufen. Andererseits verändert Werbung immer die Dynamik eines Produkts — egal was versprochen wird. Wenn ich eine Frage stelle und daneben eine Anzeige erscheint, verändert das die Wahrnehmung der Antwort, auch wenn sie objektiv unverändert ist.

Für Anthropic und Claude ist das übrigens eine interessante Abgrenzung: Claude bleibt werbefrei. In einer Welt, in der ChatGPT Ads zeigt, wird das zum echten Differenzierungsmerkmal.


Quellen: