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OpenAI macht Sora dicht — und der Milliarden-Deal mit Disney ist Geschichte

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Nur sechs Monate nach dem Launch stellt OpenAI seine Video-App Sora ein. Die Milliarden-Partnerschaft mit Disney? Geplatzt, bevor Geld geflossen ist.

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Das ging schnell. Am Dienstag hat OpenAI bekannt gegeben, dass Sora — die KI-Video-App, die im September 2025 mit großem Tamtam gestartet war — eingestellt wird. Die iOS-App, die API und Sora.com werden abgeschaltet. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, aber die Richtung ist klar: OpenAI zieht den Stecker.

Vom App-Store-Hit zum Auslaufmodell

Als Sora im Herbst 2025 an den Start ging, war die Euphorie groß. Die App schoss in die Charts, erreichte eine Million Downloads schneller als ChatGPT. Nutzer konnten sich per KI in kurze Videos einfügen, es entstand eine lebhafte Creator-Community. Doch schon im Januar waren die Downloads um 45 Prozent eingebrochen.

Das eigentliche Problem: Sora fraß Rechenleistung. Und davon hat gerade niemand genug — schon gar nicht, wenn man gleichzeitig Frontier-Modelle trainieren und ein Enterprise-Geschäft aufbauen will.

Disney-Deal: Nie passiert

Im Dezember 2025 hatten OpenAI und Disney einen spektakulären Deal verkündet: Über 200 Disney-, Marvel-, Pixar- und Star-Wars-Figuren sollten per Sora in KI-Videos zum Leben erweckt werden. Disney wollte eine Milliarde Dollar in OpenAI investieren.

Jetzt ist der Deal tot. Kein Geld ist geflossen. Disney kommentierte diplomatisch, man respektiere OpenAIs Entscheidung, sich aus dem Video-Geschäft zurückzuziehen.

Was das bedeutet

OpenAI priorisiert knallhart. Chips, Kapital, Enterprise-Produkte — alles andere wird gestrichen. Unter der Oberfläche bereitet sich das Unternehmen offenbar auf einen Börsengang vor. CEO Sam Altman gibt die Aufsicht über Safety- und Security-Teams an andere Führungskräfte ab, um sich auf Kapitalbeschaffung und Rechenzentren zu konzentrieren.

Gleichzeitig hat OpenAI die Entwicklung von ‘Spud’ abgeschlossen, der nächsten großen Modellfamilie. Die Forschung an Weltsimulation — der eigentliche wissenschaftliche Kern hinter Sora — geht weiter, nur eben ohne Consumer-App.

Für die KI-Video-Branche ist das ein Signal: Der Hype allein trägt nicht. Wer Rechenleistung verbrennt, ohne klaren Weg zur Monetarisierung, muss sich irgendwann entscheiden.


Quellen: