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Musk gegen Altman, Woche 1: 'Ich war ein Narr' — und xAI nutzt OpenAIs Modelle

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Die erste Woche im Jahrhundertprozess bringt Geständnisse, Warnungen vor dem Weltuntergang und eine Richterin, die genug hat. Die Highlights aus Oakland.

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Die erste Woche im Prozess Musk gegen Altman ist vorbei, und sie hat geliefert. Drei Tage lang saß Elon Musk im Zeugenstand des Bundesgerichts in Oakland. Was dabei herauskam, war eine Mischung aus Geständnissen, Grundsatzdebatten über KI-Sicherheit und einer Richterin, die irgendwann die Geduld verlor.

Musks Kernaussage

‘Ich war ein Narr, der ihnen kostenloses Geld gegeben hat’, sagte Musk den Geschworenen. Er habe 38 Millionen Dollar gespendet, um eine gemeinnützige Organisation für sichere KI aufzubauen — nicht, um Sam Altman und Greg Brockman reich zu machen. Aus dieser Spende sei ein 800-Milliarden-Dollar-Unternehmen geworden.

Musk beschrieb drei Phasen seiner Beziehung zu OpenAI: enthusiastische Unterstützung, wachsendes Misstrauen, und schließlich die Gewissheit, dass ‘sie die gemeinnützige Organisation ausplündern’.

Die Bombe: xAI destilliert OpenAI

Der Moment, der für hörbares Raunen im Gerichtssaal sorgte: Musk gab zu, dass seine eigene KI-Firma xAI OpenAIs Modelle ‘teilweise destilliert’. Destillation bedeutet, ein kleineres Modell anhand der Ausgaben eines größeren Modells zu trainieren — genau die Praxis, die OpenAI selbst bei DeepSeek scharf kritisiert hat.

‘Es ist Standardpraxis, andere KIs zur Validierung der eigenen KI zu nutzen’, verteidigte sich Musk. Ob die Geschworenen das so sehen, steht auf einem anderen Blatt.

Richterin verliert die Geduld

Als Musks Anwalt Steven Molo das Argument brachte, KI könnte die Menschheit auslöschen, und OpenAIs Anwalt William Savitt konterte, dass Musk mit xAI genau dasselbe baue, eskalierte die Debatte. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers unterbrach scharf: ‘Dies ist kein Prozess darüber, ob künstliche Intelligenz der Menschheit geschadet hat.’

Sie wies auch darauf hin, dass es vermutlich genug Menschen gebe, die die Zukunft der Menschheit nicht in Musks Händen sehen wollen.

Was noch passierte

OpenAIs Anwalt Savitt legte E-Mails vor, die zeigen, wie Musk 2017 aktiv OpenAI-Mitarbeiter für Tesla und Neuralink abwarb. ‘Die OpenAI-Leute werden mich umbringen wollen. Aber es musste sein’, schrieb Musk damals an einen Tesla-Vizepräsidenten.

Nächste Woche sagt Greg Brockman aus, außerdem der KI-Forscher Stuart Russell von der UC Berkeley.

Was auf dem Spiel steht

Musk fordert die Rückführung von OpenAI in eine gemeinnützige Struktur, die Absetzung von Altman und Brockman und rund 130 Milliarden Dollar Schadensersatz. Das Urteil der Geschworenen berät die Richterin bei ihrer Entscheidung — und könnte OpenAIs geplanten Börsengang bei einer Bewertung von fast einer Billion Dollar gefährden.


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