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Pentagon schließt KI-Deals mit acht Tech-Riesen — Anthropic bleibt draußen

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Das US-Verteidigungsministerium bringt OpenAI, Google, Microsoft und sogar SpaceX in seine geheimen Netzwerke. Nur Anthropic fehlt — weil es auf Sicherheitsgarantien besteht.

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Am 1. Mai hat das Pentagon etwas Historisches verkündet: Acht Tech-Unternehmen dürfen ihre KI-Modelle ab sofort auf den geheimsten Netzwerken des US-Militärs betreiben. OpenAI, Google, Microsoft, Amazon Web Services, Nvidia, SpaceX, das Startup Reflection und Oracle — sie alle sind dabei. Nur ein Name fehlt auf der Liste: Anthropic.

Was genau wurde vereinbart?

Die Deals erlauben den Unternehmen, ihre KI-Systeme auf sogenannten Impact Level 6 und Impact Level 7 Netzwerken zu betreiben. IL6 umfasst geheime Informationen, IL7 die sensibelsten Geheimdienstdaten. Pentagon-CTO Emil Michael sprach von einer ‘Transformation hin zu einer KI-gestützten Streitkraft’.

Die Bedingung des Pentagons: Alle Modelle müssen für ‘jeden rechtmäßigen Zweck’ einsetzbar sein — ohne Einschränkungen durch die Hersteller.

Warum Anthropic nicht dabei ist

Und genau hier liegt das Problem. Anthropic hat dem Pentagon Bedingungen gestellt: Claude soll nicht für vollautonome Waffen oder Massenüberwachung eingesetzt werden. Diese roten Linien hat Anthropic nicht aufgegeben — und Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das Unternehmen Ende Februar als ‘Lieferkettenrisiko’ eingestuft. Ein Label, das normalerweise ausländischen Gegnern vorbehalten ist.

SpaceX als Überraschung

Dass Elon Musks SpaceX auf der Liste auftaucht, ist bemerkenswert. SpaceX ist primär ein Raumfahrtunternehmen, kein KI-Labor. Aber über die geplante Integration von xAI — Musks KI-Firma — in SpaceX ergibt der Deal plötzlich Sinn. Besonders pikant: Das Ganze passiert parallel zum laufenden Musk-gegen-Altman-Prozess.

Einordnung

Die Situation ist paradox. Das Unternehmen, das am meisten in KI-Sicherheit investiert, wird vom Pentagon ausgeschlossen — weil es auf Sicherheitsgarantien besteht. Anthropics Mythos-Modell, das Tausende Zero-Day-Schwachstellen entdeckt hat, wird von der NSA genutzt, aber das Pentagon will trotzdem nichts mit der Firma zu tun haben.

Für Anthropic ist das ein teurer Prinzipienstreit. Für die KI-Branche eine Grundsatzfrage: Wie viel Mitsprache sollten die Hersteller haben, wenn ihre Modelle in Kriege ziehen?


Quellen: