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GPT-5.4 — OpenAIs neues Flaggschiff kann jetzt Computer bedienen

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OpenAI bringt GPT-5.4 mit nativem Computer Use, 1 Million Token Kontext und deutlich weniger Halluzinationen. Dazu kommt Codex fuer Windows.

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Einen Tag nach dem GPT-5.3-Instant-Release legt OpenAI nach: GPT-5.4 ist da — in zwei Varianten. GPT-5.4 Thinking für alle zahlenden ChatGPT-Nutzer und GPT-5.4 Pro für die 200-Dollar-Abonnenten und Enterprise-Kunden. Und das Modell bringt eine Fähigkeit mit, die bisher Anthropics Domäne war: nativen Computer Use.

Was GPT-5.4 kann

Das Wichtigste zuerst: GPT-5.4 ist das erste OpenAI-Modell, das Computer eigenständig bedienen kann. Es kann Anwendungen öffnen, durch Interfaces navigieren und komplexe Workflows über mehrere Programme hinweg ausführen. Anthropic hatte Computer Use mit Claude schon länger im Programm — jetzt zieht OpenAI nach.

Daneben gibt es ein Kontextfenster von 1 Million Token in der API-Version. Das ist der größte Kontext, den OpenAI je angeboten hat, und bringt das Unternehmen auf Augenhöhe mit Claude Opus 4.6.

Die Effizienz ist ebenfalls bemerkenswert: GPT-5.4 braucht bei manchen Aufgaben 47 Prozent weniger Token als seine Vorgänger. Und die Fehlerquote sinkt deutlich — einzelne Aussagen des Modells sind laut OpenAI 33 Prozent seltener falsch, und komplette Antworten enthalten 18 Prozent weniger Fehler als bei GPT-5.2.

Codex kommt auf Windows

Parallel zum Modell-Launch hat OpenAI auch die Codex App für Windows angekündigt. Die Desktop-Anwendung richtet sich an ChatGPT-Business-Kunden und erlaubt es, mehrere Codex-Agenten parallel laufen zu lassen — mit isolierten Worktrees und Interoperabilität zwischen CLI und IDE. Das ist ein direkter Schuss Richtung Claude Code.

Meine Einordnung

OpenAI holt auf. Computer Use, 1M Token Kontext, bessere Genauigkeit — das sind alles Features, die Claude-Nutzer schon kennen. Aber dass OpenAI sie jetzt in einem Paket bündelt und mit der Codex-Windows-App eine echte Entwickler-Offensive startet, zeigt: Der Wettbewerb wird schärfer.

Die spannende Frage ist, wie gut Computer Use bei GPT-5.4 in der Praxis funktioniert. Anthropic hatte Monate Vorsprung und hat gerade erst Vercept übernommen, um seine Computer-Use-Fähigkeiten zu vertiefen. OpenAIs erste Generation wird sich daran messen lassen müssen.


Quellen: