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Claude Code 2.1.239: Doppelte API-Rechnungen gestopft, Python-Umzug per Befehl

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Ein Release mit über 50 Einträgen, aber ohne Bühnenfeuerwerk. Wichtig ist vor allem ein Bug, der hinter manchen Proxys jede Anfrage doppelt abgerechnet hat. Dazu ein Umzugshelfer für Python und Cross-Session-Messaging auf Windows.

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Kaum ist 2.1.238 verdaut, steht schon 2.1.239 im Changelog. Über fünfzig Einträge, die meisten davon Reparaturen. Kein Feature, das man auf ein Plakat drucken würde — aber ein paar Sachen, die richtig Geld oder Nerven sparen.

Der teuerste Bug zuerst

Ein Detail ist mehr als nur ein Fix: Hinter Proxys, die den Content-Type-Header aus der Antwort entfernen, hat Claude Code beim Streaming über Bedrock jeden Zug still und heimlich noch einmal ohne Streaming durchlaufen lassen. Ergebnis: doppelt abgerechnete API-Calls, ohne dass man etwas sah. Wer über Bedrock in einer Firmenumgebung arbeitet, hat da womöglich seit Wochen zu viel bezahlt. Ab jetzt ist das erledigt.

Passend dazu wurden die Kostenschätzungen ehrlicher. /cost, die Statuszeile und --max-budget-usd rechnen jetzt den 1,1-fachen Aufschlag für US-only-Inference in Data-Residency-Workspaces mit ein. Und wenn dein Monatslimit erreicht ist, sagt die Meldung endlich auch, wann Session- und Wochenlimit wieder zurückgesetzt werden.

Python 1.x per Befehl

Für alle, die mit dem anthropic-SDK bauen: /claude-api upgrade migriert ein Python-Projekt von der 0.x- auf die 1.x-Version. Die Skill-Referenz ist gleich mit aktualisiert — Timeouts laufen jetzt über anthropic.Timeout, nicht mehr über httpx.Timeout. Genau die Art Kleinkram, die man sonst eine Stunde lang von Hand zusammensucht.

Dazu läuft der Fullscreen-Renderer jetzt auch auf Bedrock, Vertex, Foundry und anderen bisher ausgeschlossenen Setups. Neue Installationen dort starten direkt im Vollbild. Und Alpine/musl-Builds können endlich Bilder einfügen, die Zwischenablage nutzen und Audio aufnehmen.

Windows holt auf

Cross-Session-Messaging gibt es jetzt auch unter Windows. Sessions auf verschiedenen Rechnern können sich per SendMessage gegenseitig anschreiben und sich über ListAgents finden — so, wie es auf macOS und Linux schon länger geht. Wer im Team über mehrere Maschinen arbeitet, kennt den Unterschied.

Der Rest ist Feinschliff: /resume verwechselt keine Ordner mehr, deren Pfad sich nur in einem Bindestrich unterscheidet. Login-Codes lassen sich nicht mehr versehentlich woanders einfügen. Und /goal nervt bei langen Hintergrundjobs nicht mehr alle 30 Minuten, sondern wird nach und nach ruhiger.

Meine Einordnung

Der Bedrock-Bug ist der eigentliche Aufreger. Ein Fehler, der leise die Rechnung verdoppelt, ist schlimmer als einer, der laut abstürzt — beim Absturz merkst du wenigstens, dass etwas kaputt ist. Gut, dass das gefunden wurde. Weniger gut, dass es so lange drin war.

Sonst der übliche Rhythmus: fast täglich ein Release, viele kleine Schrauben, wenig Getöse. Genau so soll ein Werkzeug reifen, mit dem man jeden Tag arbeitet.


Quellen: